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Radwege sollen Parkplätzen in Heusweiler weichen

Jungs Wies in Heusweiler : Radwege sollen Parkplätzen weichen

Pläne für die Straße Jungs Wies in Heusweiler – Ortsrat hat grundsätzlich nichts dagegen, würde aber lieber noch Alternativen prüfen.

Weil im Bereich Jungs Wies und Friedrichstraße ständig wild und verkehrswidrig geparkt wird, möchte die Gemeinde Heusweiler in der Straße Jungs Wies 40 neue Parkplätze anlegen. 10 000 Euro stünden dafür im Haushalt bereit. Allerdings müssten dadurch die beiden Fahrradstreifen am rechten und linken Straßenrand wieder entfernt werden.

Als erstes Gremium sollte der Heusweiler Ortsrat diesem Plan zustimmen. Doch der Rat hatte Bedenken: „Grundsätzlich unterstützen wir die Pläne der Verwaltung, weil die Parksituation in diesem Bereich eine Katastrophe ist. Aber wir möchten vorab noch einige Punkte geklärt haben“, sagte Ortsvorsteher Helmut Maas gegenüber der Saarbrücker Zeitung. Deshalb habe der Ortsrat eine Entscheidung darüber, wie er zu den Plänen der Verwaltung steht, einstimmig vertagt.

Maas begründet dies damit, dass man zuerst einmal wissen möchte, ob sich die Parksituation in der Friedrichstraße wirklich verbessern würde, wenn in der Straße Jungs Wies neue Parkplätze angelegt werden. Er bezweifelt nämlich, dass Besucher des Ärztehauses in der Friedrichstraße ihre Autos auf den neuen Parkplätzen in der Straße Jungs Wies abstellen werden, um dann den Fußweg zum Ärztehaus in Angriff zu nehmen. Und es müsse geklärt werden, ob die Fahrradstreifen in der Straße Jungs Wies mit Fördergeld finanziert worden sind. „Nicht, dass die Gemeinde Probleme bekommt und die Fördergelder wieder zurückzahlen muss“, meint Maas.

Deshalb schlägt der Ortsrat eine Alternative zu den Plänen der Verwaltung vor. So weist Maas darauf hin, dass der Ortsrat vor einiger Zeit eine „fußläufige Anbindung“ – also einen Weg – zwischen dem Bereich Jungs Wies und den Märkten am Bahnhof gefordert habe. Diese „fußläufige Anbindung“ sei bereits jetzt als Trampelpfad vorhanden und könnte als Fahrradweg hergerichtet werden. Das Problem: Das Grundstück, auf dem sich der Trampelpfad befindet, ist in Privatbesitz. „Wir müssen also zuerst einmal mit der Grundstücksbesitzerin ein Einverständnis herstellen.“ Geplant war daher ein Ortstermin der Ortsratsmitglieder mit der Grundstücksbesitzerin, um über die Angelegenheit zu sprechen – wegen der Corona-Epidemie kann sich natürlich alles noch etwas hinziehen.