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Ortsrat einstimmig für Radon-Messungen in Wahlschied

Krebsgefahr : Ortsrat stimmt für Radon-Messungen in Wahlschied

Einstimmig hat der Wahlschieder Ortsrat auf Antrag der BfB-Fraktion (Bürger für Bürger) beschlossen, bei der Gemeindeverwaltung Radonmessungen zu beantragen. Und zwar solle die Radonkonzentration in den kommunalen Gebäuden in Wahlschied ein Jahr lang erfasst werden.

Die Messergebnisse sollen „zeitnah“ veröffentlicht werden. BfB-Sprecher Ulrich Honecker führte aus, dass Radon ein radioaktives Edelgas sei, das an die Oberfläche gelangt. Dabei kann es in Häuser eindringen.

Seit der Aktualisierung des Strahlenschutzgesetztes von 2017 existiere in Deutschland für Radon erstmals ein Referenzwert von 300 Bequerel pro Kubikmeter für Aufenthaltsräume und Arbeitsplätze in Innenräumen. „Das Einatmen dieses Gases erhöht das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken“, sagt Honecker. Bis Ende 2020 seien die Bundesländer verpflichtet, Gebiete nach einer wissenschaftlichen Methode auszuweisen, in denen eine erhebliche Anzahl von Gebäuden den Referenzwert erreicht oder überschreitet. Das Bundesamt für Strahlenschutz empfehle bereits ab einer Konzentration von 100 Bequerel pro Kubikmeter Raumluftmaßnahmen zur Minderung der Konzentration, betonte Honecker. Dabei werden Dosimeter zur Radonerfassung an Haushalte verteilt. Diese Dosimeter sollen bald im Wahlschieder Kindergarten, in der ehemaligen Grundschule, im ehemaligen Gemeindebüro, im Feuerwehrgerätehaus und in der Sport- und Kulturhalle eingesetzt werden, forderte Honecker. SPD und CDU stimmten dem Antrag zu.