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Entwicklung der Heusweiler Ortsteile: Ortsentwicklung: Alles auf Anfang

Entwicklung der Heusweiler Ortsteile : Ortsentwicklung: Alles auf Anfang

Heusweiler Ortsräte sollen nun doch beim Entwicklungskonzept mitreden.

Seit Anfang dieses Jahres beschäftigte das „Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept“ (ISEK) der Gemeinde Heusweiler die sieben Ortsräte – und wird das wohl auch noch weiter tun, denn nun geht alles nochmal zurück auf Anfang.

Das Konzept listet Möglichkeiten auf, wie sich die Gemeinde mit ihren sieben Ortsteilen bei einer Neu- oder Umgestaltung innerörtlicher Projekte weiter entwickeln könne. Die Ortsräte sollten das Konzept lediglich „zur Kenntnis nehmen“, damit es anschließend im Gemeinderat verabschiedet werden kann.

Doch die Ortsräte muckten teilweise auf. Nur „zur Kenntnis nehmen“ war manchen zu wenig, man wollte auch eigene Gestaltungsvorschläge und Ideen mit einbringen. Außerdem wurde moniert, dass das ISEK auf Daten aus den Jahren 2013/2014 fußt und somit sehr veraltet ist. So wurden im Konzept vorgeschlagene Maßnahmen in Wirklichkeit schon umgesetzt oder befinden sich in der Umsetzungsphase. Zudem wurden manche aktuellen Entwicklungen im ISEK gar nicht erkannt. Wie insbesondere die wieder steigenden Schülerzahlen.

Die SPD forderte deshalb die Gemeindeverwaltung auf, im Bauausschuss neue Informationen zum Konzept und zu den möglichen Fördergeldern zu liefern. „Nach meinen Informationen müssen die im ISEK vorgeschlagenen Maßnahmen bis 2020 abgerechnet sein, sonst gibt es keine Fördergelder mehr“, sagte Reiner Zimmer (SPD) im Bauausschuss des Gemeinderates. Dies sei nicht so, versicherte Bauamtsleiterin Heike Thewes. Man habe bis 2021 Zeit, und das Ministerium habe schon angedeutet, dass die Förderprogramme auch über 2021 hinaus laufen werden. Um jedoch der Kritik gerecht zu werden, habe man mit dem Ministerium vereinbart, das ISEK innerhalb der nächsten vier Wochen zu aktualisieren und dann erneut auf Beratungsreise durch die Ortsräte zu schicken. Diesmal aber dürfen und sollen die Ortsräte eigene Ideen einbringen. Was letztendlich umgesetzt wird, ist wieder ein anderes Thema.