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Hilfe für Hochwasseropfer
„Warum nicht die komplette Gemeinde Heusweiler?“

FOTO: Ulrike Paulmann
Heusweiler. Hochwassergeschädigte können noch bis 30. September Anträge auf Hilfe beim Regionalverband oder der Gemeinde stellen.

Wie von der Saarbrücker Zeitung bereits kurz gemeldet, hat die Landesregierung jetzt auch den Ortsteil Holz in die Liste der Schadensgebiete aufgenommen, die Anspruch auf Finanzhilfen infolge des Starkregens vom 11. Juni haben. Bürgermeister Thomas Redelberger (CDU) informierte darüber in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Redelberger war erstaunt, dass die Landesregierung die Gemeinde noch nicht informiert hat. „Ich habe die Info lediglich aus Facebook“, sagte der Bürgermeister.


Weiterhin erklärte er, dass bereits gestellte und abgelehnte Anträge auf Soforthilfe nicht mehr neu gestellt werden müssen. „Sie werden jetzt alle bearbeitet. Außerdem können noch bis zum 30. September Anträge beim Regionalverband oder der Gemeinde gestellt werden“, ergänzte Redelberger. Und das gelte auch für Geschädigte aus Heusweiler und Eiweiler, betonte der Bürgermeister.

Reiner Zimmer (SPD) war froh darüber, dass Holz jetzt in die Schadensregulierung aufgenommen worden ist, äußerte jedoch sein Unverständnis, dass Wahlschied nicht aufgenommen wurde. Die Stadt Lebach sei komplett mit allen Stadtteilen in die Schadensregulierung aufgenommen worden. „Warum nicht die komplette Gemeinde Heusweiler?“, wollte Zimmer wissen. Unverständnis auch bei Holger Pörtner (SPD): „Die Landeregierung sagt, Geschädigte aus Holz können ihre Ansprüche für Schäden einreichen, die beim Starkregen am 11. Juni aufgetreten sind. Aber der Starkregen am 1. Juni hat viel mehr Leute in Holz getroffen“, sagte Pörtner.



Unter Telefon (0 68 06) 91 11 92 und 91 11 91 können sich Betroffene bei der Gemeindeverwaltung über Fragen rund um Unwetterschäden informieren.

(dg)