Neues Jahr und alte Probleme

Die Volleyballerinnen des TV Holz haben auch ihr erstes Heimspiel im neuen Jahr verloren. Mit der nun fünfzehnten Niederlage in Folge ist der Abstieg aus der 2. Bundesliga kaum noch abzuwenden.

"Wir haben eigentlich ein gutes Spiel gemacht, müssen aber noch daran arbeiten unsere Fehler zu reduzieren", sagte Lisa Riedel, Zuspielerin der Prowin Volleys des TV Holz , nach dem ersten Heimspiel ihrer Mannschaft im neuen Jahr. Am vergangenen Sonntag verloren die Holzer Volleyball-Damen in Heusweiler vor rund 70 Zuschauern gegen den Tabellendritten SV Lohhof mit 0:3 (16:25, 28:30, 24:26) - die nun fünfzehnte Pleite in Folge in der 2. Bundesliga.

Als einziges Team der Liga konnte der TV noch keinen Sieg in der seit September vergangenen Jahres laufenden Saison verbuchen. Als Tabellenletzter mit nunmehr zwölf Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegs-Rang gerät der Klassenverbleib für den saarländischen Volleyball-Club zunehmend außer Sichtweite. Auch bleiben Holz nur noch neun Spiele, um die fehlenden Punkte für den Verbleib in der Liga doch noch zu ergattern.

Auf der Suche nach den Gründen für die vielen Niederlagen des TV stößt man immer wieder auf die von Riedel eingangs erwähnte hohe Fehlerquote der Holzer Spielerinnen. Die Partie am vergangenen Wochenende lieferte hierfür gutes Anschauungsmaterial: Den ersten Satz konnten die Gäste aus Lohhof mit neun Punkten Unterschied noch deutlich für sich entscheiden. Im zweiten und dritten Durchgang allerdings war Holz stark, verpasste aber trotz mehrerer Chancen den Satzsieg. Schwächen in der Annahme und im Angriff der Gastgeberinnen in den kritischen Situationen am Ende der jeweiligen Sätze verhalfen Lohhof zum deutlichen Sieg in drei Durchgängen - ein typischer Spielverlauf für den TV in dieser Spielzeit.

Eine weitere Ursache für die Negativserie wird von den Verantwortlichen des Vereins immer wieder besonders hervorgehoben: der Größenvorteil der gegnerischen Teams. "Unsere Spielerinnen sind für die 2. Bundesliga eigentlich zu klein", sagte Philipp Grau, Geschäftsführer des TV Holz . Und auch Riedel sieht in dem Mangel an Körpergröße eines der Hauptprobleme für die bisher misslungene Saison. "Wir müssen immer ein gutes Stück höher springen als unsere Gegnerinnen. Das kostet natürlich viel Kraft, die uns dann am Ende der Sätze fehlt", erläutert sie. TV-Trainer Jörn Riemenschneider sei indessen nicht Schuld an der schlechten Bilanz des Vereins, sagt Grau. "Alle Spielerinnen haben sich unter Jörn weiterentwickelt. Nicht nur spielerisch, sondern auch die Moral des Teams hat sich verbessert."

Tatsächlich ist die Stimmung der Holzer Volleyballerinnen auch nach fünfzehn Niederlagen ungebrochen gut. "Wir waren heute mental gut drauf und haben auch wieder bis zum Schluss gekämpft" sagte Riedel.

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