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Holzer Nachtumzug wird noch größer
Die Narren entdecken die Nacht für sich

In der vorigen Session kamen Tausende, um den ersten Nachtumzug im Köllertal zu sehen (Foto). Der zweite Holzer Nachtumzug soll noch größer werden. Es liegen bereits fast vier mal so viele Anmeldungen vor wie zur gleichen Zeit des Vorjahres. Allerdings wird der Umzug auch teurer, doch die Finanzierung ist anscheinend gesichert.
In der vorigen Session kamen Tausende, um den ersten Nachtumzug im Köllertal zu sehen (Foto). Der zweite Holzer Nachtumzug soll noch größer werden. Es liegen bereits fast vier mal so viele Anmeldungen vor wie zur gleichen Zeit des Vorjahres. Allerdings wird der Umzug auch teurer, doch die Finanzierung ist anscheinend gesichert. FOTO: Andreas Engel
Holz. Sogar erfolgreicher als erwartet war der 1. Holzer Nachtumzug mit 7000 Besuchern, Umzug Nummer 2 soll noch größer werden. Von Fredy Dittgen

Größer, besser, spektakulärer – der zweite Nachtumzug des Karnevalvereins Hilaritas Holz am Fastnachtssamstag (2. März 2019) soll die Premiere aus diesem Jahr noch toppen. Das verspricht Michael Margardt, der Präsident der Hilaritas.


Bei der Premiere hatten 29 Wagen und Fußgruppen teilgenommen, beim nächsten Mal werden es mindestens 40 sein. Margardt begründet seine Prognose mit Zahlen: „Bei den Planungen zu unserem ersten Umzug hatten wir bis Ende Oktober fünf Anmeldungen, jetzt sind es schon 19.“ Grund für die riesige Resonanz ist der Erfolg des ersten Nachtumzugs, der bis zu 7000 Zuschauer aus dem ganzen Saarland angelockt hatte.

Bei der zweiten Auflage wird es in Holz und Wahlschied womöglich noch enger: „Dann kommen 10 000“, so Margardt. Das bedeutet für die Veranstalter aber auch höhere Kosten. „Sie sind gegenüber der ersten Auflage um ein Drittel gestiegen, wir liegen derzeit bei 12 000 Euro. Die Werbekosten sind gestiegen, der DJ für die Abschlussveranstaltung in der Wahlschieder Sport- und Kulturhalle ist teurer geworden, wir haben eine separate Lichtanlage für das Zelt vor der Halle, eine separate Toilettenanlage sowie Container angemietet“, sagt Margardt.



Damit die Hilaritas nicht ins Minus rutscht, braucht sie Sponsoren. Dass der Heusweiler Gemeinderat den Verein nicht wie gewünscht finanziell unterstützt hat (die Saarbrücker Zeitung berichtete), gefährdet die Durchführung des Nachtumzugs aber nicht, betont Margardt: „Es sind viele Sponsoren und Werbepartner auf uns zu gekommen, das Wort ‚Betteln’ gibt es für uns nicht.“

Margardt verspricht auch viele Neuerungen: so werden fünf so genannte Sercivepoints auf dem Weg vom Holzer Marktplatz zur Wahlschieder Halle eingerichtet, an denen es zu essen und zu trinken gibt und an denen Toilettencontainer stehen. „Das war vielleicht ein kleines Manko bei der Premiere. Die Zuschauer wollten unterwegs gerne etwas zu sich nehmen, aber dafür gab es zu wenig Gelegenheiten. Und mit den Containern verhindern wir, dass sich die Leute in die Vorgärten der Anwohner erleichtern“, erklärt Margardt. Die Servicepoints werden in Holz am Gasthaus Geißendiwwel, an der ehemaligen Fahrschule und an der Ecke Jungenwaldstraße/Wahlschieder Straße sowie in Wahlschied an der Bäckerei und der Metzgerei installiert. Die Hilaritas verdient an diesen Servicepoints nichts: „Der Verdienst geht an die Leute, die das organisieren“, so Margardt. Und das sind Holzer und Wahlschieder Lokale, Gewerbetreibende, der Jugendruderclub Undine Saarbrücken und die Eiweiler Großwaldbrauerei. Unabhängig von diesen Servicepoints werden auch wieder viele Anwohner „Garagenpartys“ organisieren, wo man etwas zu sich nehmen kann.

Neu ist auch, dass diesmal keine Bändchen für die Zuschauer verkauft werden, sondern Emaille-Buttons, auf denen das Motiv des Nachtumzugs zu sehen ist. „Es gibt Sammler solcher Buttons, wir gehen davon aus, dass wir deshalb mehr verkaufen, als von den Stoffbändchen“, so Margardt.

Das Aufstellen des Nachtumzugs beginnt am Fastnachtssamstag, 2. März, um 18 Uhr auf dem Holzer Marktplatz, um 19 Uhr zieht der Zug dann nach Wahlschied. Dafür müssen ab 17.30 Uhr Straßen gesperrt werden. Margardt verspricht, dass die Anwohner rechtzeitig über die Sperrungen und Umleitungen informiert werden.