Wahl: Nadine Schön „rockt“ den Wahlkreis

Wahl : Nadine Schön „rockt“ den Wahlkreis

Die CDU-Bundestagsabgeordnete siegt im Wahlkreis 298 mit einem enormen Vorsprung.

Sonntagabend, 19.48 Uhr: Noch liegt in keiner einzigen Gemeinde des Wahlkreises 298 ein Ergebnis vor. Die Spannung steigt auch bei den Parteien: Nadine Schön (CDU) feiert ihre Wahlparty im  Mauritiushaus in Tholey, Christian Petry (SPD) ist in der Karlsberg-Klause in Welschbach. Dann endlich: Das erste Ergebnis läuft ein. Oberthal meldet 41,9 Prozent für die CDU, 27,8 Prozent für die SPD. Für die Direktkandidaten fällt das Ergebnis noch deutlicher aus: Hier vereint die CDU-Kandidatin 47,7 Prozent der Stimmen auf sich, Christian Petry holt 29,5 Prozent der Stimmen.

Bis 20.10 Uhr folgen weitere vier Gemeinden: Merchweiler, Illingen, Namborn und Schiffweiler. Hier hat der SPD-Kandidat lediglich in Schiffweiler die Nase vorn (37,6 Prozent; Schön: 30,5 Prozent). 20.15 Uhr: Die Zahlen für Freisen und Marpingen laufen ein; auch hier siegt Nadine Schön. Dann wird es deutlich: Schöns Heimatgemeinde Tholey meldet 55,6 Prozent für die 34-Jährige, 22,5 Prozent entfallen auf ihren 52-jährigen Kontrahenten. Noch ein Rekord geht an die Schaumberg-Gemeinde: Dort liegt die Wahlbeteiligung bei 84,15 Prozent.

Damit sind die Wahlzettel in acht  Gemeinden, also der Hälfte, ausgezählt. Die derzeitige Fraktions-Vize der CDU im Bundestag führt mit 41,6 gegenüber 32,2 Prozent. Die Führung ändert sich kaum, als schließlich  die nächsten Gemeinden ihre Zahlen melden: Auch Schmelz und Nohfelden gehen an die CDU-Frau. Genau wie Lebach und Heusweiler. Damit ist ihr der Sieg nicht mehr zu nehmen. Schon jetzt hat sie mehr als 10 000 Stimmen mehr als der Welschbacher Ortsvorsteher. Dennis Kern von der CDU gratuliert bereits über Facebook: „Liebe Nadine – Du hast den Wahlkreis gerockt.“

Noch immer fehlen die Stimmen aus vier Gemeinden. 20.50 Uhr: Nonnweiler meldet ebenfalls einen klaren Sieg für die CDU: Auf Schön entfallen 43,3, auf Petry 32 Prozent der Stimmen. Im Mauritiushaus wird der erste Sekt ausgeschenkt. Nadine Schön nimmt Glückwünsche entgegen. „Ich bin überwältigt von diesem Ergebnis im Wahlkreis“, sagt sie gegenüber der Saarbrücker Zeitung. Mit dieser Deutlichkeit habe sie angesichts der „schwierigen Situation“ nicht gerechnet. Schließlich sei die Wahl für die Union nicht ganz so einfach gewesen, was die Hochrechungen zeigen. An diesem Abend sei sie einfach „superfroh“. Das klare Ergebnis gebe Rückendeckung für die weitere Arbeit in Berlin.

Weniger froh ist Christian Petry. Er sagte in Welschbach: „Das Bundesdeutsche Wahlergebnis ist für unsere Partei enttäuschend. Die Ankündigung, in die Opossition zu gehen finde ich gut.“

21.17 Uhr: Mittlerweile sind auch die Wahlzettel in St. Wendel ausgezählt. 46,6 Prozent der Wähler stimmen für die Wahlsiegerin, 26,1 Prozent für den SPD-Herausforderer. Mittlerweile ist der Vorsprung der Tholeyerin auf 14 300 Stimmen angewachsen. Vor vier Jahren hatte sie übrigens 15 995 Stimmen Vorsprung.

21.21 Uhr: Doch noch eine gute Nachricht für Christian Petry. In Ottweiler hat er mit 34,5 Prozent die Nase vorn, auf Schön entfallen 32,2 Prozent. Damit hat Petry, genau wie 2013, Siege in Ottweiler und Schiffweiler eingefahren.

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