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Motorsport Rallye : Mit Rallye-Profis über die Strecke

Motorsport Rallye : Mit Rallye-Profis über die Strecke

Am 9. September steigt in Numborn der sechste Prowin-Raceday. Der Erlös ist für karitative Zwecke bestimmt.

Am Samstag, 9. September, steigt in Numborn der sechste Prowin-Raceday. Das ist eine Motorsportrallye, bei der nicht Zeiten und Platzierungen, sondern Spaß am Sport und der Wohltätigkeitsgedanke im Vordergrund stehen. Das beschloss der Kutzhofer Ortsrat.

Veranstalter ist das Uchtelfanger Unternehmen Prowin. Es bietet jedem, der schon immer mal in einem echten Rallyeauto mitfahren wollte, die Gelegenheit, mit erfahrenen Piloten über die Strecke zu brettern. Prowin-Geschäftsführer Sascha Winter, selbst begeisterter Motorsportler, zählt mit seinem Co-Piloten Christian Schwindt seit Jahren zu den erfolgreichsten Fahrern im Südwesten. Ferner nehmen Fahrer aus Süddeutschland, Hessen und Nordrhein-Westfalen teil. Mit einer Spende von zehn Euro kann jeder, der älter als 14 Jahre ist, in einem der Rennboliden mitfahren. Der Erlös aus den gespendeten Beträgen verbleibt zu 100 Prozent in Kutzhof und ist für karitative Zwecke bestimmt.

Das Rallyezentrum befindet sich wieder an der Barbarahalle. Dort findet auch die Anmeldung statt. Im vergangenen Jahr wurde diese Rallye schon einmal in Kutzhof durchgezogen. „Streckenverlauf und Bewirtung bleiben gleich“, sagte Ortsvorsteher Michael Jakob (CDU). Kutzhof erhielt im vergangenen Jahr aus dem Erlös dieser Rallye eine Spende von 12 200 Euro. Nicht nur deshalb gab der Ortsrat auch jetzt wieder grünes Licht.

„Im vergangenen Jahr waren fast alle begeistert. Im Vorfeld gab es zwar ein paar Skeptiker, aber von denen habe ich im Nachhinein nichts mehr gehört“, fügte Jakob hinzu. Nur zwei Personen hätten sich über zu viel Krach beklagt. Dazu Jakob: „Es gibt bei jedem Fest Leute, die sich durch Lärm belästigt fühlen. Aber wenn die Allgemeinheit sich solch eine Veranstaltung wünscht, erwarte ich Rücksichtnahme von den wenigen Kritikern.“

Auch Horst Saar (Linke) stimmte der Rallye zu: „Das kam letztes Jahr gut an. Und für unsere Vereine, die beteiligt waren, hat es sich rentiert.“ Gabriele André-Schmidt (SPD) sagte, bei ihr hätten sich zwei Personen gemeldet, die baten, der Rallye nicht zuzustimmen. „Derzeit laufen vor deutschen Gerichten Verfahren gegen Raser, die Menschen totgefahren haben. Die Leute, die mich angerufen haben, sind deshalb der Meinung, wir sollten die Rallye ablehnen, sonst würden unsere Dorfcasanovas ermutigt, ebenfalls durch die Straßen zu rasen“, gab André-Schmidt zu bedenken. Diese Meinung vertrat niemand im Ortsrat.

Jakob erklärte, die Rallye werde in einem abgestimmten Verkehrsraum stattfinden und nicht durch den Ort führen. Saar sagte: „Man muss aufpassen, dass man Raser nicht mit den Teilnehmern der Rallye vergleicht.“ Claudia Trappmann (SPD) wies darauf hin, dass bei dieser Rallye auch dem Landschaftsschutz und den Belangen der Landwirte Genüge getan werde. Trappmann: „Es ist die einmalige Chance, diese Veranstaltung nochmal nach Kutzhof zu holen. Mehr als zweimal findet sie nicht am gleichen Ort statt.“