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Aufgehübscht
Lummerschieder haben in die Hände gespuckt

 Die letzten Handgriffe: Christian Kunz (links) und Joachim Schmidt stellen die beiden Sitzbänke auf dem neu gestalteten Platz vor dem Lummerschieder Dorfkrug auf.
Die letzten Handgriffe: Christian Kunz (links) und Joachim Schmidt stellen die beiden Sitzbänke auf dem neu gestalteten Platz vor dem Lummerschieder Dorfkrug auf. FOTO: Fred Kiefer
Lummerschied. Mit viel Eigenleistung der örtlichen Interessengemeinschaft hat der Vorplatz des Dorfkrugs ein neues Aussehen bekommen.  Von Fred Kiefer

Der Platz vor dem Lummerschieder Dorfkrug könnte so langsam mal neu gestaltet werden – das war eine der Überlegungen, als es vor zwei Jahren bei Beratungen der Interessensgemeinschaft Pro Lummerschied (IGPL) um die Verschönerung des Ortes ging. Es war damals auch die Zeit, in der die Gemeinde Heusweiler einen Teil des ehemaligen Gasthauses zur Unterbringung von Flüchtlingen herrichtete. (Da der Bedarf an Wohnraum für Flüchtlinge inzwischen nicht mehr so hoch ist, könnten die Räume als Kita für Lummerschieder Kinder genutzt werden, so eine neuere Überlegung.)


Ein anderer Teil des Dorfkrugs – der frühere Veranstaltungsraum – war von Mitgliedern der IGPL zum Gesellschaftsraum für die Bürger des Ortes hergerichtet worden, was dann auch der Idee weiteren Auftrieb gab, den Vorplatz der ehemaligen Dorfwirtschaft ansehnlich zu gestalten. Die Gemeindeverwaltung stellte im Juni 2016 einen Antrag auf finanzielle Unterstützung durch das Förderprogramm „Agentur Ländlicher Raum“ aus Mitteln des saarländischen Umweltministeriums. Der Antrag wurde schließlich genehmigt, und so stand den Arbeiten nichts mehr im Weg. Die Maßnahme hieß jetzt offiziell „Platzgestaltung am Dorfgemeinschaftshaus“ und wurde zur Hälfte mit 3200 Euro gefördert. Die zweite Hälfte steuerte die IGPL in Form von Arbeitsleistungen der Mitglieder bei.

Nachdem die alten Verbundsteine „ausgekoffert“, der Bewuchs entfernt und die Hecken beseitigt waren, wurden zunächst die Randsteine gesetzt und die Fläche neu gepflastert, ehe eine Einfriedung mit Gabionen-Elementen und Naturhölzern gesetzt wurde. Seit Mai waren abwechselnd 30 Lummerschieder im Arbeitseinsatz. Mit dem Pflanzen einer Hainbuchenhecke und dem Aufstellen von zwei Sitzbänken waren die Arbeiten dann vollendet. Bürgermeister Thomas Redelberger hat das Projekt unterstützt, der Gemeindebauhof Material und Absperrungen zur Verfügung gestellt.