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Mit „E“ dann doch nicht so mobil: Elektro-Autos wieder abgezogen

Mit „E“ dann doch nicht so mobil: Elektro-Autos wieder abgezogen

Kürzlich wurden die Elektroautos des „E-Mobil Saar“-Projektes von Heusweiler und Riegelsberg nach Saarbrücken verlegt, da keine Nachfrage bestand. Die Ladestationen sollen aber bleiben und für alle Nutzer von Elektrofahrzeugen kostenlos zur Verfügung stehen.

Etwas über zwei Jahre ist es her, da hatte Wirtschafts-Staatssekretär Jürgen Barke am 11. April 2013 den "E-mobil Saar"-Standort in Heusweiler in Betrieb genommen - es handelte sich um zwei kleine Miet-Elektroautos und zwei Ladestationen am Heusweiler Busbahnhof. Was zunächst nur als eine Art Probe-Projekt vorgesehen war, sollte später eine dauerhafte Einrichtung werden. Das Ministerium wollte mit den Elektroautos eine reibungslose und flexible Mobilität im Saarland schaffen.

Kritiker gaben dem Projekt jedoch schon damals vor allem auf dem Land kaum Überlebenschancen. Das System sei zu teuer und auch zu kompliziert für die Bürger, hieß es.

Wolfgang Karges, Chef der Gemeindewerke Heusweiler, wollte dem Projekt auf die Sprünge helfen, indem er ein Auto für seinen Betrieb anmietete. Doch nach kurzer Zeit scheiterte das Vorhaben, da die am Projekt beteiligte Bahntochter DB-Rent nicht mitspielte. Seither stand das Auto ungenutzt an seinem Standort. Das zweite Fahrzeug war bereits im vorigen Jahr an einen anderen Standort verlagert worden. Das verbliebene E-Mobil wurde gelegentlich zu Wartungszwecken bewegt und gereinigt - das war's.

Nicht viel anders sah es in Riegelsberg aus: Dort wurde eine Ladestation am Rathaus gebaut, ein E-Auto ging erst im April 2014 in den wenig genutzten Betrieb.

Kürzlich, das Projekt war mittlerweile ausgelaufen, wurden das verbliebene Fahrzeuge aus Heusweiler und auch das aus Riegelsberg nach Saarbrücken verlegt, wie Guillem Tänzer vom Institut für Zukunfts-Energiesysteme (IZES) mitteilte. In der Landeshauptstadt sei ein Bedarf für die Fahrzeuge vorhanden, erklärte der Betreuer des Projektes. Die Ladesäulen bleiben aber in beiden Köllertal-Gemeinden bestehen und können von allen Bürgern mit Elektrofahrzeugen kostenlos genutzt werden.