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Bezirksliga
Spitzenreiter VfB Heusweiler wirft den Trainer raus

Der neue Spielertrainer des VfB Heusweiler: Alexander Bick.
Der neue Spielertrainer des VfB Heusweiler: Alexander Bick. FOTO: FNS
Heusweiler/Bildstock. Kreisligist trennt sich von Alff, nachdem dieser seinen Wechsel im Winter zu Hellas Bildstock verkündete. Nachfolger ist Bick.

Der VfB Heusweiler versucht seit mehreren Jahren, von der Kreisliga A Theel in die Bezirksliga aufzusteigen. Bislang ohne Erfolg. Gleich mehrmals verpasste der VfB den Sprung in die höhere Liga knapp. Das könnte diese Saison anders werden. Aktuell liegt der Club vor dem Auswärtsspiel beim SV Habach II an diesem Sonntag (12.45 Uhr) auf Platz eins der Tabelle – mit einem Punkt Vorsprung vor dem SV Göttelborn. Lokalrivale SC Eiweiler hat als Dritter drei Zähler weniger als der VfB.


Es könnte also alles in Butter sein. Trotzdem gab es vor wenigen Tagen Aufregung beim Spitzenreiter. Am Freitag vor einer Woche trennte sich der VfB vom erst zu Saisonbeginn vom SV Hellas Bildstock verpflichteten Spielertrainer Michael Alff. Der Grund: Alff hatte bekannt gegeben, dass er in der Winterpause als Trainer zum SV Bildstock zurückkehrt (wir berichteten). Das sorgte in Heusweiler für wenig Begeisterung. So entschloss man sich, den 34-Jährigen mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben zu entbinden.

„Für mich ist es ein No-Go, wenn ein Trainer eine Saison bei einem Verein nicht zu Ende machen will, zumal Michael eigentlich für drei Jahre zugesagt hatte und wir gemeinsam viele Neuzugänge verpflichtet haben“, ärgert sich Dirk Gebhardt, Teammanager und stellvertretender Vorsitzender beim VfB. „Michael wollte die letzten Spiele bis zur Winterpause zwar noch machen, nachdem ich eine Nacht drüber geschlafen habe war mir aber klar, dass es besser ist, sich sofort zu trennen.“



Alff sagt dazu: „Ich kann das verstehen. Ich hätte als Spielausschuss-Vorsitzender genau so reagiert. Normalerweise wechselt man nicht in der Winterpause. Aber für mich war es eine besondere Situation.“ Der 34-Jährige ergänzt: „Bildstock ist mein Heimatverein, es war für mich eine Herzensangelegenheit. Zudem ist der Trainerjob in Bildstock eine Riesenchance für mich. Immerhin spielt die Hellas drei Klassen höher als der VfB.“

Bei der Suche nach einem Nachfolger für Alff wurde Heusweiler in den eigenen Reihen fündig: Der 28-jährige Alexander Bick steht jetzt bei den Grün-Weißen als Spielertrainer in der sportlichen Verantwortung.

Stürmer Bick kam vor der Runde von Landesligist FV Püttlingen zum VfB und ist dort mit 24 Treffern in zehn Spielen Top-Torschütze. „Alexander hat sich bei uns direkt als Leader etabliert. Er war auch schon Spielführer. Deshalb haben wir uns für ihn entschieden“, sagt Gebhardt.

Alff hat übrigens, nachdem sich der VfB von ihm trennte, nun schon mit sofortiger Wirkung das Traineramt in Bildstock übernommen. Am Donnerstag leitete er seine erste Übungseinheit. An diesem Sonntag sitzt er im Derby zu Hause gegen den SV Merchweiler (14.30 Uhr) zum ersten Mal auf der Bank.

Muss früher als geplant gehen: Spielertrainer Michael Alff.
Muss früher als geplant gehen: Spielertrainer Michael Alff. FOTO: Wieck / Thomas Wieck