Mehrgenerationentreff Riegelsberg bleibt in Ex-Sparkasse im Ortsteil Walpershofen.

Die Entscheidung ist gefallen : Heimat für Mehrgenerationentreff

Debatte ist entschieden: Riegelsberger Generationen-Treff bleibt in Ex-Sparkasse.

Lange gab es unterschiedliche Meinungen – insbesondere zwischen CDU und SPD – wo der Riegelsberger Seniorentreff seine endgültige Bleibe bekommen soll. Jetzt ist die Entscheidung im Gemeinderat – sogar einstimmig – gefallen: Die Gemeinde soll das ehemalige Sparkassengebäude im Ortsteil Walpershofen kaufen und den Mehrgenerationentreff dort, wo er bereits „zur Probe“ angesiedelt ist, fortführen. Unter den Zuschauern saßen etwa 20 Befürworter dieser Idee, die nach der Entscheidung applaudierend den Saal verließen.

Im Dezember 2017 hatte der Gemeinderat einstimmig das Mehrgenerationenkonzept auf den Weg gebracht. Gesucht wurde daher eine Örtlichkeit, an der ältere und jüngere Menschen gemeinsam Freizeit verbringen können und auch eine „seniorenspezifische Fachberatung“ geboten wird.

Während Bürgermeister Klaus Häusle (SPD) und die SPD-Fraktion für die ehemalige Sparkassenfiliale als Standort plädierten, brachte die CDU die ehemalige Grundschule Walpershofen ins Gespräch. Eine endgültige Ratsmehrheit für die eine oder andere Variante fand sich damals nicht. Melanie Dell (FDP) fand den Kompromiss, das Sparkassengebäude ein halbes Jahr für eine Testphase anzumieten. Häusle fasste diesen Test, der am 31. Dezember endet, zusammen: „Die Bewertung fällt äußerst positiv aus. Jeden Tag gibt es in der ehemaligen Sparkasse themenorientierte Angebote und offene Treffs. Über 2000 Besucher sind bisher gekommen, und 400 Unterschriften liegen uns vor, die für einen Verbleib in der Sparkasse plädieren.“ Der Kaufpreis für das Haus liegt bei 197 000 Euro, da es Zuschüsse gibt, muss die Gemeinde nur 70 000 Euro zahlen. Auch werde es Einnahmen geben, weil der Vorraum mit einem Geldautomaten an die Sparkasse vermietet wird. SPD-Fraktionssprecher Frank Schmidt ergänzte, dass das Gebäude modern, groß und barrierefrei sei und eine Saarbahn-Anbindung hat.

Zustimmung gab es von Grünen und AfD. Und auch CDU-Fraktionssprecher Stephan Müller-Kattwinkel stimmte zu – mit einer Ergänzung: „Im Seniorentreff wird gute Arbeit geleistet, es war richtig, es erst zu mieten, statt direkt zu kaufen. Aber die alte Schule ist noch nicht aus dem Rennen, vielleicht ist es möglich, sie mit dem Sparkassengebäude zu verbinden und zu ergänzen.“ Joachim Schild-Schröder (Linke) forderte, dass vor dem Kauf ein unabhängiger Gutachter den Wert der Immobilie ermitteln solle. Wie Bürgermeister Häusle sagte, wird dieses Gutachten durch den Regionalverband Saarbrücken erstellt.