Mann flüchtet durch die Flammen

Glück im Unglück hatte am Freitag ein 49-jähriger Mann, der durch sein brennendes Haus ins Freie flüchten musste, dabei aber trotz Flammen und Rauch unverletzt blieb. Das Haus in der Heusweiler Talstraße wurde jedoch stark in Mitleidenschaft gezogen und ist derzeit unbewohnbar.

Zwei Feuerwehrleute mit der Wärmebildkamera auf der Suche nach Brandnestern. Foto: Freiwillige Feuerwehr Foto: Freiwillige Feuerwehr
Von außen bemerkt man auf den ersten Blick nicht viel, doch im Inneren des Hauses in der Heusweiler Talstraße wütete gestern ein Feuer und hinterließ ein Werk der Zerstörung. Foto: Becker & Bredel Foto: Becker & Bredel

Ein Wohnungsbrand mit starker Rauch- und extremer Hitzeentwicklung machte der Feuerwehr am gestrigen Freitag im Heusweiler Ortsteil Dilsburg zu schaffen. "Die Hitze war so groß, dass sich unsere Kräfte zunächst wieder zurückziehen mussten", sagte der stellvertretende Heusweiler Wehrführer und Einsatzleiter Dirk Ziegler. Gegen 11.30 Uhr war die Feuerwehr alarmiert worden und rückte in die Talstraße aus.

Feuerwehr-Pressesprecher Rafael Mailänder berichtete, dass im Erdgeschoss des Hauses unter anderem Büroräume einer Lampen- und Leuchtstofffirma befanden und das Feuer offenbar auch durch viel Kartonage Nahrung fand.

Flur und Eingangsbereich standen beim Eintreffen der Wehr bereits in hellen Flammen. Wegen der immensen Hitze musste zunächst von außen gelöscht und gekühlt werden. Erst dann konnten drei Angriffstrupps mit schweren Atemschutzgeräten die Flammen auch im Inneren des Hauses bekämpfen. Das Feuer wütete in den meisten Räumen des Erdgeschosses. Die große Hitze sorgte auch noch im Stockwerk darüber für Schäden, etwa für das Schmelzen einer Kunststoffabtrennung in der Küche. Im Erdgeschoss zersprang auch ein Fenster durch die Hitze, und sogar noch auf der Terrasse schmolzen Kunststoff-Blumenkübel.

Glück im Unglück hatte der 49-jährige Firmeninhaber: Vor dem Feuer hatte er sich in den Büroräumen aufgehalten, war dann nach oben gegangen, wo er schließlich den von unten heraufziehenden Rauch bemerkte. Er warf sich zum Schutz seine Jacke über, hielt die Luft an und rannte an den Flammen vorbei ins Freie. "Ich konnte kaum etwas sehen", sagte er später und war erleichtert, unverletzt zu sein - wozu offenbar tatsächlich die Idee mit der Jacke beigetragen hat, denn diese ist von den Flammen deutlich in Mitleidenschaft gezogen worden. Vorsorglich wurde der 49-Jährige noch vom Rettungsdienst betreut, Verletzungen hatte er sich aber offenbar nicht zugezogen.

Auch umfangreiche Nachlöscharbeiten waren notwendig. Vorsorglich wurde zudem mit der Wärmebildkamera nach versteckten Glutnestern geforscht, um sicher zu gehen, dass der Brand nicht erneut ausbrechen würde.

Der Rauch war bis unters Dach gezogen, das Haus ist bis auf weiteres unbewohnbar. Die Schadenshöhe und auch die Brandursache müssen noch ermittelt werden. Wie bei solchen Feuern üblich, haben die Brand-Experten der Polizei die Ermittlungen aufgenommen.

25 Feuerwehrleute waren mit sechs Fahrzeugen im Einsatz, beteiligt waren die Löschbezirke Heusweiler , Eiweiler und Berchweiler sowie der Einsatzleitwagen aus Kutzhof.