Mahnerin mit sanfter Stimme

Heusweiler. Weiches Wasser bricht den Stein! Ob die Sulzbacherin Marlies Krämer (Foto: SZ) "weiches Wasser" ist, sei dahin gestellt. Oft schon jedenfalls hat sie mahnend die ebenso sanfte wie prinzipientreue Stimme erhoben. Sie las jetzt aus ihren Büchern im Wahlkreisbüro Heusweiler des Bundestagsabgeordneten Hans-Kurt Hill (Die Linke)

Heusweiler. Weiches Wasser bricht den Stein! Ob die Sulzbacherin Marlies Krämer (Foto: SZ) "weiches Wasser" ist, sei dahin gestellt. Oft schon jedenfalls hat sie mahnend die ebenso sanfte wie prinzipientreue Stimme erhoben. Sie las jetzt aus ihren Büchern im Wahlkreisbüro Heusweiler des Bundestagsabgeordneten Hans-Kurt Hill (Die Linke). Krämer, geboren 1937, ist unter anderem Hausfrau, war allein erziehende Mutter von vier Kindern, war Stadträtin in Sulzbach (SPD), ist Vorsitzende des Ortsverbandes Die Linke in Sulzbach, langjährige Küchenhilfe in der Mensa der Uni Saarbrücken, Senioren-Gasthörerin im Fach Soziologie an der Uni Saarbrücken, Mitbegründerin des Literarischen Quartetts Saar, der Frauenschreibgruppe "DonnaBlitze" Saarbrücken, "Heldin der Arbeit" der Frauenzeitung "Emma", Teil der Reihe "50 bedeutende Saarländerinnen", Autorin, Vorleserin, Theaterspielerin und vieles mehr, aber immer engagiert.Marlies Krämer hat erreicht, dass Schlechtwetterlagen jetzt nicht mehr ausschließlich mit Frauennamen belegt werden, sondern ein Sturmtief auch mal Knut, Heinz oder Albert heißen darf. Sie hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass auf Personalausweisen das Wort "Inhaberin" benutzt wird. Ihre literarischen Themen, in Heusweiler wurde es rasch deutlich, sind nicht nur Frauen, sondern auch der vehemente Einsatz für Natur, Menschenrechte und Frieden. Ihr Werk, veröffentlicht im Conte-Verlag Saarbrücken, zeichnet, mal in dialektgefärbten Versen, mal in autobiografischer Prosa, die Befindlichkeiten und Probleme, mit denen sich heutige Menschen konfrontiert sehen nach dem Motto: "Gemeinsam singen wir die letzte Strophe, auf dem Weg zur Klimakatastrophe." Passend zur mahnenden Lesung im Wahlkreisbüro spielten und sangen (vor wenigen Zuhörern) Wolfgang Bittner (Zither, Mundharmonika, Gesang) und Stefan Hollerbach (E-Gitarre) Arbeiter- und Widerstandslieder. et