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Langfristig wieder nach oben

Volleys-Trainer Jörn Riemenschneider (3. von links) und Neu-Jugendtrainer Patrick Fielker heißen mit ihren Spielerinnen die Neuen, Kristen Torre (2. v. li.) und Kelsey Chambers (4. v. li.), willkommen. Foto: Kunz
Volleys-Trainer Jörn Riemenschneider (3. von links) und Neu-Jugendtrainer Patrick Fielker heißen mit ihren Spielerinnen die Neuen, Kristen Torre (2. v. li.) und Kelsey Chambers (4. v. li.), willkommen. Foto: Kunz FOTO: Kunz
Holz. Die Volleyballerinnen des TV Holz sind ohne Sieg aus der 2. Bundesliga abgestiegen. Mit einem langfristigen Ansatz, einem hauptamtlichen Jugendtrainer und neuen Spielerinnen tritt der Verein nun in der 3. Liga an. hmv

Die vergangene Saison der Prowin-Volleys TV Holz lässt sich schnell zusammenfassen: In 24 Spielen konnten die Volleyball-Damen keinen Sieg erringen, standen am Ende abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz der 2. Bundesliga Süd. Und dennoch findet TV-Trainer Jörn Riemenschneider rückblickend lobende Worte für sein Team: "Ich muss der Mannschaft ein Riesenkompliment aussprechen, denn trotz widriger Umstände haben die Mädels immer hundert Prozent gegeben", sagt er.


Und tatsächlich gibt es auch eine lange Version der letzten TV-Saison, in der die Holzerinnen in nur wenigen Spielen chancenlos waren und dem Gros der Gegner auf Augenhöhe begegneten. Dass es trotzdem nicht für einen Sieg reichte, ist laut Riemenschneider dem Verletzungspech zuzuschreiben. Vor allem der Ausfall von US-Import Rachel Olinyk, die sich im neunten Spiel das Kreuzband riss, sei nicht zu kompensieren gewesen.

In der neuen Saison in der 3. Liga Süd setzt der Verein nun auf eine langfristige Strategie. Dabei stünde vor allem die Entwicklung der eigenen Jugendspielerinnen im Vordergrund, sagt Philipp Grau, Geschäftsführer in Holz . "Wir wollen langfristig hochklassigen Volleyball anbieten und das geht nur, wenn wir unsere Spielerinnen selbst ausbilden." Bewusst habe der Verein deshalb auf den erneuten Start in der 2. Bundesliga verzichtet - Holz hätte, trotz sportlichen Abstiegs, einen Lizenzantrag für einen der vakanten Plätze in der Liga stellen können -, um sich mit Patrick Fielker einen hauptamtlichen Jugendtrainer leisten zu können.



Diese Maßnahmen sollen Holz auf lange Sicht wieder in die Bundesliga führen. Das kurzfristige Ziel für die kommende Saison, die mit einem Auswärtsspiel gegen die SSC Bad Vilbel am 17. September beginnt, wird von Riemenschneider zurückhaltend formuliert: "Wir kennen die Liga nicht, deshalb streben wir auch keinen konkreten Tabellenplatz an", sagt er und fügt an "Wir wollen flexibler werden in unserem Spiel, weniger ausrechenbar."

Um diese Taktik umzusetzen, hat der TV zwei US-Amerikanerinnen verpflichtet: Kelsey Chambers und Kristin Torre. Chambers spielte zuvor an der University of Aberdeen im Bundesstaat South Dakota und wird als Diagonalangreiferin zum Einsatz kommen. Torre, von der Southern Illinois University, wird mit ihren 1,88 Meter den Mittelblock des TV verstärken. Mit diesen Neuzugängen will sich der TV Holz seinen leidgeprüften Fans in der neuen Saison erstarkt präsentieren, sagt Riemenschneider: "Was ich verspreche, sind kreative und interessante Spiele."

Zum Thema:

Auf einen Blick: Neuzugänge des TV Holz : Nathalie Dier (DSHS SnowTrex Köln II), Gina Lehnen (eigene Jugend), Kelsey Chambers (Northern State University, Aberdeen), Kristin Torre (Southern Illinois University, Edwardsville). Abgänge: Rachel Olinyk (Nawaro Straubing), Alexis Loewen (Ziel unbekannt), Jessica Krick (Umzug in die Schweiz), Maike Hermann, Charlotte Schröck (beide Karriereende), Svenja Zapp, Anna-Lena Lesch (beide Pause). hmv