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Sieg im Derby in Heusweiler: KV Riegelsberg gibt rote Laterne noch ab

Sieg im Derby in Heusweiler : KV Riegelsberg gibt rote Laterne noch ab

Am letzten Kampftag in der Ringer-Bundesliga verliert der AC Heusweiler das Saar-Derby mit 8:27. Die Gastgeber beenden die Runde als Schlusslicht.

Am Samstag um 20.54 Uhr war die Bundesliga-Saison für die Ringer des AC Heusweiler und des KV Riegelsberg zu Ende. Endlich, sagen Sportler und Verantwortliche über eine Runde, in der viele Hoffnungen unerfüllt blieben. Mit dem 27:8-Auswärtserfolg schob sich Riegelsberg an den Gastgebern vorbei, die nun ans Tabellenende der Bundesliga-Gruppe West abgerutscht sind.

„Natürlich freuen wir uns über den ersten Saisonsieg“, sagte Riegelsbergs Trainer Edgar Paulus, „aber mir wäre es lieber gewesen, wenn Heusweiler komplett gewesen wäre. Darum geht es doch im Sport, dass sich die jeweils Besten miteinander messen“. Beim AC fehlten in diesem „Endkampf um die rote Laterne“ drei Ringer: Pajtim Sefai (gesperrt), Micheil Tsikovani und Babajan Ahmadi (beide verletzt). Kapitän Sebastian Janowski ging trotz Schulter- und Ellbogenproblemen auf die Matte. Er unterlag in der Klasse bis 98 Kilogramm im griechisch-römischen Stil dem fast acht Kilogramm  schwereren Serhat Devici. „Darum schmerzt die Niederlage jetzt auch nicht so sehr“, sagte Heusweilers Trainer Cacan Cakmak: „Wir wussten, dass wir mit dieser Aufstellung kaum eine Chance haben.“

Das Bild des Abends sahen die mehr als 300 Zuschauer in der Sporthalle an der Gemeinschaftsschule nach dem Kampf in der Klasse bis 80 Kilogramm im griechisch-römischen Stil. Andreas Langen hatte alles gegeben, lag völlig ausgepumpt auf der Matte. „Er war ganz ohne Vorbereitung und hat sich ohne Training in den Dienst der Mannschaft gestellt“, lobte Cakmak das Kämpferherz seines Schützlings. Der kam gegen Riegelsbergs Marius Braun über die Zeit, unterlag „nur“ mit 0:8. Die Heusweiler Fans feierten Langens beherzten Auftritt, die Riegelsberger den damit feststehenden Auswärtssieg.

Der KV Riegelsberg und der AC Heusweiler sind nach eigenen Angaben mit den kleinsten Etats in die Saison gegangen. Dass sie nun Vorletzter und Letzter sind, ist darum vielleicht nicht überaschend, dafür aber nicht weniger enttäuschend. „Wir haben unser Ziel nicht erreicht. Es war deutlich mehr drin, wir haben die entscheidenden Kämpfe selbst verloren“, sagte Cakmak. Er stellte sich vor seine Athleten: „Am Ende stellt der Trainer die Mannschaft auf. Nur, wenn der ein oder andere nicht seine Leistung bringt oder die Mannschaft im Stich lässt, kommt man schon ins Grübeln.“ Sein Gegenüber Paulus erklärte:  „Eine solche Saison, in der nichts zusammenläuft, kostet viel Kraft. Der Akku ist leer. Bei den Jungs aber auch bei uns Trainern.“

Die Vorbereitung auf die kommende Saison läuft bereits. Erste Gespräche mit potenziellen Neuzugängen sollen bereits geführt worden sein. Wie die Mannschaften in der neuen Bundesliga-Saison aussehen werden, ist aber offen. „Vieles wird davon abhängen, ob wir nächstes Jahr wirklich in einer Gruppe mit den Vereinen aus dem Schwarzwald eingeteilt werden. Dann wäre die Liga noch stärker als in dieser Saison“, sagte Paulus. Meldeschluss ist der 31. Dezember. Danach wird man die Klasseneinteilung vornehmen können.