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Kritik an Sparkassen-Führung

Eiweiler. Eiweilers Ortsvorsteher Richard Wachall will keine Filiale ohne Personal. red

Die Sparkasse Saarbrücken wird, wie berichtet, ihr Filialnetz ausdünnen, dabei Filialen ganz schließen (etwa in Wahlschied) oder in Automaten-Filialen umwandeln. So soll auch in Eiweiler die derzeit noch mit Personal besetzte Sparkassen-Stelle in eine Automaten-Filiale umgewandelt werden. Der Eiweiler Ortsvorsteher Richard Wachall ist darüber alles andere als glücklich. Zwar schreibt er auch: "Aus rein kaufmännischer Sicht und aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten muss man die Entscheidung verstehen", doch als Ortsvorsteher und besonders im Hinblick auf ältere Bürger könne man diese Entscheidung "nur schwerlich nachvollziehen". Das Leben im Ort werde dadurch jedenfall für die älteren Menschen schwieriger.


Gerade erst war eine mögliche Teilnahme am Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" ein Thema. Doch wie solle man, nachdem sich schon Läden und nun auch die Sparkasse aus den kleinen Orten zurückziehen, die Menschen noch überzeugen, an einem solchen Wettbewerb teilzunehmen.

Wachall erinnert auch daran, dass Eiweiler im ISEK-Gutachten der Gemeinde Heusweiler (wir berichteten) als einer der Orte angesehen werde, in denen es dringenden Handlungsbedarf im Hinblick etwa auf Ortskerngestaltung und Leerstände gebe. "Und nun kommt die Nachricht vom Umbau der Eiweiler Sparkassenfiliale zu einer reinen Automatenfiliale ohne Personal." Dafür könne man nur, so Wachalls ironischer Schlusssatz, im Namen der älteren Menschen aus Eiweiler den "herzlichen Dank dafür" an die "verantwortlichen Damen und Herren der Sparkasse Saarbrücken übermitteln".