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Klares Ziel im letzten Heimspiel

Holz. Obwohl der Klassenverbleib in der 2. Liga gesichert ist, ist die Marschroute für die Volleyballerinnen des TV Holz gegen die TG Bad Soden klar. Sie wollen sich mit einem Sieg vom heimischen Publikum verabschieden. Fredy Dittgen

Im letzten Saison-Heimspiel der 2. Volleyball-Bundesliga der Frauen empfangen die ProWin Volleys TV Holz an diesem Samstag, 19.30 Uhr, in der Heusweiler Realschulhalle den Drittletzten TG Bad Soden. Während die Gäste, mit derzeit 24 Punkten, noch einen Sieg benötigen, um die Klasse zu halten, hat Holz mit dem Abstieg nichts mehr zu tun.

Der Vorletzte Lok Engelsdorf (21 Punkte) könnte bei zwei noch ausstehenden Spielen mit Holz (27 Punkte) zwar gleichziehen. Doch Manager Philipp Grau erklärt: "Wir haben den Klassenerhalt bereits geschafft, da bei Punktgleichheit die Anzahl der gewonnen Spiele entscheidend ist, und dann der direkte Vergleich zählt." Engelsdorf hat bisher sechs Spiele gewonnen, Holz neun. Außerdem hat Holz den direkten Vergleich durch eine 2:3-Auswärtsniederlage und einen 3:0-Heimsieg für sich entschieden.

Doch trotz vorzeitigem Klassenverbleib setzt Trainerin Doris Wandel Ziele: "Wir wollen gegen Bad Soden unbedingt gewinnen, und wir wollen nicht Drittletzter werden." Mit einem Sieg gegen Bad Soden wäre dieses Ziel erreicht. Doch die Gäste geben im Endspurt noch einmal richtig Gas: Sie haben am vergangenen Spieltag mit 3:0 beim MTV Stuttgart II gewonnen und könnten sich mit einem Sieg in Holz nicht nur den Klassenverbleib sichern, sondern würden sogar noch am TV Holz vorbeiziehen. "Bad Soden ist eine Mannschaft mit ähnlichen Veranlagungen wie wir", sagt Doris Wandel und deutet an, dass es am Samstag ein Spiel auf Augenhöhe wird.

Das hat schon das Hinspiel mit einem spannenden Fünf-Satz-Krimi bewiesen: Holz führte in Bad Soden nach zwei gewonnenen Sätzen scheinbar sicher mit 2:0. Dann holte sich Bad Soden die Sätze drei und vier und es stand 2:2. Erst im Tiebreak (15:6) sicherte sich Holz den Auswärtssieg. Solch einen dramatischen Spielverlauf muss es laut Wandel diesmal nicht unbedingt geben. "Wenn wir unsere Fehler aus dem Spiel vom letzten Samstag gegen Offenburg (1:3, Anm. d. Red.) vermeiden, glaube ich, dass wir gewinnen", betont sie.

Gegen Offenburg hatte Holz in jedem Satz relativ klar geführt und hinten raus dennoch drei Sätze verloren. Die Gründe waren laut Wandel zu viele Aufschlagfehler sowie zu viele Eigenfehler in den Schlussphasen. Wandel widerspricht damit energisch der Spielanalyse der Offenburger Trainerin Tanja Scheuer, die andere Gründe für die Niederlage angeführt hatte. Scheuer sagte gegenüber der Saarbrücker Zeitung, der Holzer Angriff bestünde nur aus Steffi Höwer und Maike Herrmann. Dazu Wandel: "Denise Linz und Alica Zimmer haben viele Punkte über die Vier (linke Angriffsseite, Anm. d. Red.) gemacht und Maxi Schröck hat in der Mitte gepunktet. Das waren starke Aktionen unserer Spielerinnen, und sie wollen am Samstag gegen Bad Soden zeigen, dass unser Angriff eben nicht nur aus Steffi und Maike besteht."

Laut Doris Wandel ist ihre Mannschaft am Samstag "richtig heiß. Durch den vorzeitigen Klassenerhalt ist der Druck weg, die Köpfe sind jetzt frei, und wir wollen unseren Fans zum Abschluss etwas bieten." Nicht nur auf dem Feld, sondern auch nach Spielschluss: "Nach dem Spiel gibt es Freibier und Sekt. Das ist unser Dankeschön an alle treuen Fans und alle Helfer", kündigt Doris Wandel an.