Kita-Mangel: Was Heusweiler dagegen tun will

Zu wenig Kindergärten : Und wohin jetzt mit den Kleinen?

Wie Heusweiler dem Mangel an Kita-Plätzen begegnen will. Auch Neubauten sollen entstehen.

Aller Voraussicht nach wird die Anzahl der Kinder in Heusweiler, dank Zuzügen und wachsender Geburtenrate, steigen – und Kita-Plätze werden fehlen. Wie man zu neuen Plätzen kommen will schildert – vorbehaltlich der Zustimmung des Gemeinderates – Bürgermeister Thomas Redelberger (CDU) im Gespräch mit der SZ.

Eine glückliche Fügung: Dem Saarländischen Schwesternverband wurde ein großes Grundstück im Ort angeboten, der Verband griff zu, und läuft alles nach Plan, soll noch Ende des Jahres der Bau eines Seniorenheims und einer Kita in einem gemeinsamen Gebäudekomplex beginnen. Die Kita mit drei Kindergarten- und einer Krippen-Gruppe könnte Ende 2020/Frühjahr 2021 eröffnen. Allerdings: Dieses Projekt bringt noch keine neuen Plätze, denn ab 1. August übernimmt der Schwesternverband die in die Jahre gekommene evangelische Kita in der Ortsmitte, die später mit Mann und Maus in das neue Haus umziehen soll. In einem zweiten Schritt, so Redelberger, könnte dann die Zivilgemeinde den Altbau von der Kirchengemeinde übernehmen, ihn abreißen und eine neue, größere Kita mit bis zu vier Kindergarten- und zwei Krippen-Gruppen bauen.

Damit einhergehen würden weitere Veränderungen im Umfeld:  Das ehemalige evangelische Pfarrhaus – derzeit ist dort eine Wohngruppe der Diakonie – würde verschwinden. Zudem will die Gemeinde (noch laufen die Verhandlungen) den benachbarten katholischen Pfarrgerten kaufen und als Kita-Freigelände nutzen. Und auf einem Wiesenstück hinter der Kulturhalle könnten Parkplätze entstehen.

Unterdessen könnte auch die nahe katholische Kita um eine Kindergarten- und eine Krippen-Gruppe erweitert werden – durch eine entsprechende Erweiterung des Pastor-Burger-Pfarrheims.

Zudem wird als Übergangslösung ein Teil des ehemaligen Dorfkrugs im Ortsteil Kutzhof-Lummerschied hergerichtet; etwa 55 000 Euro müssen in die sanierte, aber nie genutzte Flüchtlingsunterkunft gesteckt werden, damit sie am 1. August als kleine Kita mit einer Kindergarten und einer verkleinerten Krippen-Gruppe öffnen kann, „das bringt dann auch wieder Leben in den Ort“, so Redelberger. Diskutiert werde derzeit auch noch der Vorschlag der FDP-Fraktion, eine vorübergehende Behelfs-Kita aus speziellen Containern zu errichten.

Offen ist, was aus der stark sanierungsbedürftigen katholischen Kita im Ortsteil Eiweiler wird. Geht es nach Redelberger und stimmen Kirchengemeinde und Gemeinderat zu, dann kauft die Zivilgemeinde das Gelände und baut eine neue Kita – für sechs Gruppen, aber erweiterbar auf acht – und bei wieder sinkender Kinderzahl auch für andere Zwecke nutzbar.

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