Abfindungen und Transfergesellschaft : Endgültiges Aus für Laminate-Park in Heusweiler ist besiegelt

Der Sozialplan steht. Damit verlieren auch die verbliebenen 170 Mitarbeiter ihren Job.

Heusweiler Jetzt steht endgültig fest: Der Bodenbelag-Hersteller Laminate-Park in Heusweiler-Eiweiler beendet seine Produktion im Dezember. Damit verlieren auch die verbliebenen 170 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz. Ein Sozialplan stehe nun, der Abfindungen und eine Transferagentur vorsieht, um die Betroffenen in neue Jobs zu vermitteln. Das berichtet der SR mit Berufung auf die Geschäftsleitung. 70 Kollegen sollen demnach bereits im Laufe des Jahres den Betrieb ohne Abfindung verlassen haben.

Nach Gewerkschaftsangaben habe es mehrere Interessenten für die Übernahme und damit den Erhalt des Laminat-Herstellers am Standort gegeben. Letztlich soll aber kein schlüssiges Konzept vorgelegen haben.

Seit Ende Juni hatten Geschäftsführung und der Betriebsrat über den Sozialplan verhandelt. Wegen der Rückgänge im Laminatabsatz sei Eiweiler dauerhaft nicht mehr profitabel, hatte die Betriebsleitung die Entscheidung für das Aus der Produktion zum Jahresende begründet.

Vor den Verhandlungen zwischen Belegschaftsvertretern und der Geschäftsleitung war es zum Streit zwischen beiden über die Überlassung von internen Wirtschaftsdaten an den Betriebsrat gekommen. Dieser wollte damit über einen externen Gutachter die Angaben der Geschäftsführung über die angeblich mangelnde Rentabilität prüfen lassen. Außerdem beanstandete der Betriebsrat zu Beginn die aus seiner Sicht viel zu geringen Abfindungsangebote. All das scheint nun mit der Einigung auf den Sozialplan vom Tisch.

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