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Jetzt wird der Hang bei Kirf gesichert

Jetzt wird der Hang bei Kirf gesichert

Kirf. Kreissägen kreischen, der Qualm von brennendem Holz beißt in den Augen. Ein 30 Tonnen schwerer Bagger gräbt sich zwischen zwei Häusern in der Straße "Zum Altenberg" in Kirf durch den Erdboden, während an einem der Häuser Zimmerleute das Dach eines Anbaus abbauen. Unterhalb der Bundesstraße 407 ist der Hang auf einer Länge von 100 Metern abgerutscht (die SZ berichtete)

Kirf. Kreissägen kreischen, der Qualm von brennendem Holz beißt in den Augen. Ein 30 Tonnen schwerer Bagger gräbt sich zwischen zwei Häusern in der Straße "Zum Altenberg" in Kirf durch den Erdboden, während an einem der Häuser Zimmerleute das Dach eines Anbaus abbauen.Unterhalb der Bundesstraße 407 ist der Hang auf einer Länge von 100 Metern abgerutscht (die SZ berichtete). Das rutschende Erdreich hat viele Schüttkorbwände einfach weggedrückt. An einem Haus stoppten die Erdmassen erst kurz vor dem Anbau, der jetzt abgerissen wird, damit die Arbeiten ausgeführt werden können. "Um ihn zu befestigen, müssen wir zunächst tiefe Gräben ausheben", erklärt Matthias Ott. Ott koordiniert als Bauleiter für die Firma Sidla & Schönberger aus Schöllnach (Bayern) die Hangsicherungsarbeiten in Kirf. "Der Graben wird anschließend mit einem Gemisch aus Beton und dem Aushubmaterial, also dem Boden, wieder verfüllt."

Geplant ist, dass über die gesamte Strecke, auf der der Hang rutscht, circa alle fünf Meter ein solcher Stützkörper eingezogen wird. Zwischen diesen Stützkörpern wird zusätzlich eine Drainage gelegt, um das Gelände zu entwässern. Mit einem Ende der Hangsicherungsarbeiten rechnet Hans-Peter Burg von der Straßenmeisterei Saarburg in zwei bis drei Monaten. "Witterungsbedingt kann sich der Abschluss der Arbeiten aber verzögern." Burg steht neben einem der Hauseigentümer, dem die Tränen in den Augen stehen. Er versucht, ihn zu trösten. "Wir haben mit den Arbeiten dort begonnen, wo es am dringendsten ist." Nervös sieht der Mann, der nicht genannt werden will, den Baggerarbeiten zu.

"Die Menschen haben Angst um ihr Eigentum, sind von dem rutschenden Hang immer noch schockiert", berichtet Burg. "Teilweise hat es die Familien auseinander gerissen. Da wohnen die Eltern mit einem ihrer Kinder bei den eigenen Eltern, weil sie sich nicht zurück in ihr Haus trauen." Wenn Burg nicht tröstet und erklärt, bespricht er mit Ott die weiteren Arbeiten, legt mit Sprühlack fest, wo die Stützgräben ausgehoben werden. Währenddessen arbeitet sich der schwere Bagger durch das abgerutschte Erdreich. Ein Hoffnungsschimmer für die Anwohner: Die Arbeiten zur Sicherung ihres Hauses haben begonnen.