Ins Schwarze für den guten Zweck

Wie bringt man Menschen dazu, die Geldbörse für eine Spende zu öffnen? Mit einem „Event“: Beim 24-Stunden-Dart-Marathon von vier Freunden in Heusweiler ließen sich die Besucher nicht lumpen. Und so kamen, einschließlich einer Firmen-Spende, 20 000 Euro zusammen.

"Alles tut mir weh, kann mich kaum bewegen, aber wir sind glücklich und sagen danke." Mit diesen Worten verlässt Sascha Winter , einer von vier Dart-Marathonis, am Sonntagfrüh die Bühne im Kulturhaus Heusweiler . Es ist nun geschafft, die vier legen mit rund 20 000 Euro ein Superergebnis vor. Vier Freunde spielten 24 Stunden lang Dart, um Spenden für karitative Zwecke zu sammeln, soweit der Plan. Das Quartett setzte sich zusammen aus Sascha Winter , seinem Bruder Michael, Carsten Claas und Christian Schwindt. Am Ende des Kraftaktes in der Kulturhalle, die die Gemeinde zur Verfügung gestellt hatte, waren rund 18 000 Euro auf dem Konto, und proWIN-Firmenchef Ingolf Winter rundete auf 20 000 Euro auf.

In den Genuss dieser Spenden komme zum einen die Förderschule Heusweiler und zum andern das neunjährige Mädchen aus Elm, das bei einem verheerenden Brand seine Eltern und den Bruder verloren hat, teilte Sascha Winter mit.

 Nach 24 Stunden mit Wurfpfeilen im Spenden-Einsatz (von links): Sascha und Michael Winter, Christian Schwindt und Carsten Claas.
Nach 24 Stunden mit Wurfpfeilen im Spenden-Einsatz (von links): Sascha und Michael Winter, Christian Schwindt und Carsten Claas.

Das Dart-Quartett spielte auf der Bühne an einem Dartautomaten 24 Stunden am Stück. Gleichzeitig waren weitere Dartautomaten aufgestellt, an denen sich, gegen eine Spende, Besucher versuchen konnten. Insgesamt, so rechneten die Veranstalter zusammen, waren über die 24 Stunden verteilt gut 400 Menschen in der Halle und versuchten, mit den Wurfpfeilen die Zielscheiben auf den Dartautomaten zu treffen. Auch über ein eigens eingerichtetes Spendentelefon konnte Geld für die gute Sache zur Verfügung gestellt werden. "Unglaublich", staunte am Sonntag morgen Carsten Claas über die rege Beteiligung und das gute Spendenergebnis, bevor auch er sich völlig übermüdet ins Bett begab mit den Worten: "Ich mach' jetzt mal eine Dart-Pause." Claas war es auch, der den Viererwettstreit mit Abstand gewonnen hat, doch - da sind sich alle einig - in erster Linie ging es ohnehin nicht um den Sieg, sondern um die Sache.