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Betreuungsplätze werden knapp
In Kindergärten und Schulen wird’s eng

Thomas Redelberger, Bürgermeister von Heusweiler.
Thomas Redelberger, Bürgermeister von Heusweiler. FOTO: Robby Lorenz
Heusweiler. Heusweiler: Bürgermeister Thomas Redelberger (CDU) denkt über Neubau einer Grundschule nach. Von Michael Emmerich

Steigende Geburtenzahlen sind ja ganz erfreulich. Wenn sich wieder mehr Paare für Nachwuchs entscheiden, heißt das aber auch, dass genügend Plätze in Kindergärten und Schulen vorgehalten werden müssen. Und da stößt die Gemeinde Heusweiler im Kindergartenbereich aktuell schon und im schulischen Bereich in absehbarer Zeit an Grenzen, wie Bürgermeister Thomas Redelberger (CDU) im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung durchblicken ließ.


Derzeit läuft der Umbau der Kindertagesstätte in Kutzhof an der Barbarahalle. Die Kita wird modernisiert und energetisch saniert – und zwar bei laufendem Betrieb. Was bedeutet, dass Jungen und Mädchen hin und wieder in die Barbarahalle ausweichen müssen und die Halle deshalb Vereinen schon länger nicht mehr zur Verfügung steht. Aktuell gibt es in Kutzhof vier Gruppen, nach Abschluss der Arbeiten werden es sechs sein, davon zwei Krippengruppen, sagt Redelberger. Und er fügt hinzu: „Wenn wir mit den Arbeiten in Kutzhof durch sind, sind wir auch mit den Erweiterungsmöglichkeiten an unseren Kita-Standorten weitestgehend am Ende.“

Sieben Kitas gibt es in der Gemeinde: vier gemeindeeigene (in Heusweiler, Wahlschied, Holz und Kutzhof), zwei katholische (in Heusweiler und Eiweiler) und eine evangelische (in Heusweiler). In Heusweiler-Dilsburg, Eiweiler und Holz stehen Grundschulen. Anhand steigender Geburtenzahlen zeichnet sich nach Redelbergers Worten ab, „dass ab dem Schuljahr 2023/24 die Plätze an unseren Grundschulen nicht mehr ausreichen“.



In Dilsburg und in Holz sei keine Erweiterung möglich, sagt der Verwaltungschef, in Eiweiler wäre das wohl machbar. Redelberger: „Es kann aber auch sein, dass wir eine neue Grundschule bauen müssen.“ Da es, wie beschrieben, auch bei  den Kita-Plätzen eng ist, kann sich der Bürgermeister auch ein „kleines Bildungszentrum an einem Standort“ vorstellen. Redelberger will gemeinsam mit den beiden Kirchengemeinden überlegen, „wie wir auf steigende Kinderzahlen reagieren“. Und der Bürgermeister ergänzt ausdrücklich: „Ich sehe das als positive Herausforderung.“

An der Grundschule Eiweiler (hier ist die Rückseite des Gebäudes zu sehen) sieht Bürgermeister Thomas Redelberger Erweiterungsmöglichkeiten.
An der Grundschule Eiweiler (hier ist die Rückseite des Gebäudes zu sehen) sieht Bürgermeister Thomas Redelberger Erweiterungsmöglichkeiten. FOTO: Iris Maria Maurer