Im Warndt gibt es die meisten Wildschäden

Wildschäden : Der Warndt hat die meisten Wildschäden

Wildschweine können enorme Schäden verursachen. Jäger diskutierten in Heusweiler, was dann zu tun ist.

Wenn Wildschweine Äcker durchwühlen, Rehe Pflanzen abfressen, Jäger in der Nähe von Koppeln Wild jagen und Kühe oder Pferde wegen der Schüsse durchgehen und Zäune beschädigen, dann ist der Ärger bei den Landwirten groß, der finanzielle Schaden oft immens. Der Hegering Köllertal und die Jäger-Kreisgruppe Saarbrücken informierten deshalb bei einer Veranstaltung in  Heusweiler-Bietschied darüber, wie Landwirte und Jäger mit einem Wildschaden umzugehen haben.

Rechtsanwalt Heiner Kausch klärte auf, wer bei einem Schaden zahlen muss. Es gelte die Grundregel, dass der Jagdpächter den Wildschaden zu ersetzen hat. Und zwar immer mit Geld. „Der Landwirt muss nicht dulden, dass der Schädiger den Schaden repariert“, so Kausch. Aber der Landwirt wird auch zur Mitwirkung verpflichtet: So hat er eine Mitteilungspflicht dem Jagdpächter gegenüber und muss ihm frühzeitig sagen, was und wann angebaut wird. Zudem muss ein Wildschaden innerhalb von zwei Wochen beim Ordnungsamt gemeldet werden. Die Gemeinde lädt dann zu einem Ortstermin den Landwirt, den Jagdpächter und einen Wildschadensschätzer ein. Der Wilkdschadensschätzer ist kein Gutachter, kostet mit 25 Euro Aufwandsentschädigung die Stunde deutlich weniger als ein Gutachter. Aufgabe des Wildschadensschätzers ist es, eine gütliche Einigung zwischen Landwirt und Jagdpächter herbeizuführen.

Helmut Kohl ist ehrenamtlicher Wildschadensschätzer beim Umweltministerium und stellte seine Arbeitsweise vor. So begeht er die geschädigte Fläche, beurteilt die Schadensart und muss den Schadensverursacher eindeutig identifizieren. Er muss auf den Grundstücken die Ertragserwartung, die Ertragsverluste und die Wiederherstellungskosten abschätzen.  Wie Kohl sagte, treten im Regionalverband die meisten Wildschäden im Warndt auf.

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