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Heusweiler Behindertenbeauftragte
Im Team: Erstmals in Heusweiler vier Behindertenbeauftragte

Heusweiler. Die Gemeinde Heusweiler hat gleich vier neue Behindertenbeauftragte: Das Ehepaar Sarah und Ralf Roos sowie Stefanie Kuhn und Marco Altmeyer. Sie werden bis zum Ende der Legislaturperiode des aktuellen Heusweiler Gemeinderates die Belange der Behinderten in der Gemeinde vertreten. Das beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig. Von Fredy Dittgen

Die Gemeinde Heusweiler hat gleich vier neue Behindertenbeauftragte: Das Ehepaar Sarah und Ralf Roos sowie Stefanie Kuhn und Marco Altmeyer. Sie werden bis zum Ende der Legislaturperiode des aktuellen Heusweiler Gemeinderates die Belange der Behinderten in der Gemeinde vertreten. Das beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig.


In den vergangenen zwölf Jahren war Nadine Grünewald-Zimmer als ehrenamtliche Behindertenbeauftragte der Gemeinde tätig gewesen, doch aus beruflichen Gründen hatte sie ihr Amt zum 31. Dezember 2017 niederlegen müssen (die Saarbrücker Zeitung berichtete). Auf die Stellenausschreibung der Verwaltung hatten sich daraufhin gleich vier Personen beworben. „Wir haben uns im Fachausschuss absolut schwer getan, eine Person herauszugreifen und den anderen drei zu sagen, ihr dürft nicht“, sagte Bürgermeister Thomas Redelberger (CDU). Alle vier Bewerber erschienen dem Ausschuss als geeignet, und so kam man auf die Idee, erstmals in der Verwaltungsgeschichte keine Einzelperson, sondern ein Team zur Vertretung der Belange der Behinderten aufzustellen.

„Auch die vier Bewerber fanden diese Idee toll“, so Redelberger. In der derzeit noch geltenden Satzung der Gemeinde steht, dass dieses Ehrenamt stets von einer Einzelperson wahrgenommen wird. Um künftig mehrere Personen bestellen zu können, war also eine Anpassung der Satzung erforderlich. Mit der Landesbeauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen wurde darüber hinaus abgestimmt, ob die geplante Satzungsänderung im Einklang mit Paragraf 19 des Saarländischen Behinderten-Gleichstellungsgesetzes (SBGG) steht. Eine mündliche Anfrage an die Landesbeauftragte habe ergeben, dass es mit den landesrechtlichen Regelungen grundsätzlich vereinbar sei, wenn die Gemeinde mehrere Behindertenbeauftragte zu benennen beabsichtige, sagte Redelberger.



Eine Trennung der Zuständigkeit nach Ortsteilen oder sonstigen formalen Ordnungskriterien sei nicht erforderlich. Der Gemeinderat unterstützte den Vorschlag des Fachausschusses und stimmte auch der Satzungsänderung geschlossen zu.

Manfred Schmidt (CDU) sagte: „Das ist eine absolut tolle Sache, dass wir gleich vier Bewerber haben, die alle einen guten Eindruck hinterlassen haben. Auch wenn uns das mehr Geld kostet, sollte es uns das wert sein.“