Das Jagdhornbläsercorps Chasseur Saar, jüngster Heusweiler Verein, hatte zum Konzert geladen.: Hubertus, Horn und Halali

Das Jagdhornbläsercorps Chasseur Saar, jüngster Heusweiler Verein, hatte zum Konzert geladen. : Hubertus, Horn und Halali

Das Jagdhornbläsercorps Chasseur Saar, jüngster Heusweiler Verein, hatte zum Konzert geladen.

Ungewohnte Klänge schallten am Sonntagvormittag durch den Naturpark Kallenborn. Unter dem Motto „Jagdgesang und Hörnerklang“ hatte das Jagdhornbläsercorps Chasseur Saar gemeinsam mit dem Männergesangverein Eintracht Schwarzenholz zu einer jagdmusikalischen Matinee eingeladen. Alle waren begeistert. Eine Anwohnerin aus der Weiherwaldstraße schwärmte von „wundervoller Musik zum morgendlichen Frühstück auf der Terrasse“. Festbesucher Rudi Strößner aus Niedersalbach lobte „die tolle Musik und den großartigen Wildschweinbraten“. Und mehrere Festbesucher baten Gerd Trapp, den Vorsitzenden des Jagdhornbläsercorps: „Ihr müsste das im nächsten Jahr unbedingt wiederholen.“

Begeistert waren auch die Veranstalter. So sagte Trapp: „Es kamen 250 bis 300 Leute! Mit so vielen hatten wir im Leben nicht gerechnet.“ Neben der Musik gab es Wildschwein am Spieß, zubereitet von Uwe Schultz und seinen beiden Söhnen. Zehn Stunden lang hatten die drei im Wechsel die frisch erlegte, 75 Kilo schwere Sau gebraten. 83 Portionen wurden am Sonntagmittag verkauft. „Auch das übertraf alle Erwartungen. Wir hatten gehofft, dass vielleicht 50, 60 Portionen gegessen werden, aber dass alles weg geht? Unglaublich“, sagte Trapp verblüfft. Auch die übrigen Speiseangebote wurden stark nachgefragt: „Wir waren ausverkauft. Über 170 Mittagessen gingen weg“, so Trapp, der allerdings betonte, dass nicht das Kulinarische, sondern die Musik im Mittelpunkt stand.

Jagdhornblasen sei ein sehr traditionsreiches Kulturgut und ein wesentlicher Bestandteil des jagdlichen Brauchtums, erklärte er. Dieses Brauchtum müsse auch im heutigen Jagdbetrieb gefördert werden und unverzichtbarer Bestandteil einer gut geleiteten Gesellschaftsjagd sein, lautet seine Forderung.

„Junge Jäger könnten jetzt erwidern: So ein Quark, wir sind im dritten Jahrtausend. Alter – es gibt doch Smartphone!“, sagt Trapp schmunzelnd. Diesen Jägern hält er entgegen: „Wenn einer von ihnen bei einer Drückjagd mal in einem Funkloch steht, darf er froh sein, irgendwann so nach etwa drei Stunden mal ein Jagdhornsignal zu hören.“ Überhaupt höre sich der Klang der mächtigen Parforcehörner und der kleinen Fürst-Pless-Hörner „wundervoll an und erzeugt bei jedem eine wohlige Gänsehaut“. Deshalb will das Jagdhornbläsercorps diese Klänge nicht nur bei den wöchentlichen Proben im Haus Kallenborn erschallen lassen, sondern sie auch öffentlich vorführen. So wie bei der Matinee am Sonntagmorgen (die im nächsten Jahr eine Neuauflage erfahren wird) oder bei der Gestaltung von Hubertusmessen, aber auch bei Geburtstagen, Hochzeiten und jagdlichen Veranstaltungen.

Das nächste Mal zu hören ist das Jagdhornbläsercorps Chasseur Saar am Samstag, 2. September, und am Sonntag 3. September, jeweils gegen 19 Uhr beim Jubiläumsfest „160 Jahre Kirschheck“ im Saarbrücker Ortsteil Kirschheck.

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