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Preis für Schülerzeitung
Holzer Grundschüler haben’s drauf

Silke Blasius (hinten) leitet die Erich-Kästner-Grundschule Holz und hat hier die Redaktion der Schülerzeitung „Schlüsselchen“ versammelt.    
Silke Blasius (hinten) leitet die Erich-Kästner-Grundschule Holz und hat hier die Redaktion der Schülerzeitung „Schlüsselchen“ versammelt.    FOTO: BeckerBredel
Holz. Ihr „Schlüsselchen“ gewinnt zum zweiten Mal in Folge den Axel-Buchholz-Preis für Schülerzeitungen. Von Becker & Bredel

Die Schülerzeitung der Grundschule Holz ist farbenfroh und beschreibt das ganze vergangene Schuljahr auf 108 reich bebilderten Seiten. Ein Bilderbuch des Schullebens ist das „Schlüsselchen“, das geheftete Hochglanzprodukt, das jetzt zum zweiten Mal in Folge den Axel-Buchholz-Preis (benannt nach dem früheren SR-Journalisten) für Schülerzeitungen gewonnen hat.


Dreimal hat die Grundschule aus Holz ihr Heft eingereicht, zweimal hat sie gewonnen. Das Heft für den nächsten Wettbewerb wird sich wieder in eine Favoritenrolle heben, denn es übertrifft die Vorjahresausgabe nochmal an Umfang und Qualität. Wir haben das Redaktionsteam der Grundschule besucht. Schulleiterin Silke Blasius ist die Chefredakteurin, sie macht das seit Jahren mit Herzblut. bei der Anzeigenaquise im Ort hilft sogar Hausmeister Armin Hubig mit. Viele Geschäfte unterstützen das Heft mit Anzeigen und unterstützen damit die gute Arbeit der Schule. Die 300er-Auflage ist immer schnell vergriffen, alle Kinder bekommen das Schlüsselchen, und in einigen Läden ist es für zwei Euro zu kaufen. Zusammen mit den 500 Euro Preisgeld vom Wettbewerb finanziert sich damit die nächste Ausgabe. Denn auf guten Druck und Hochglanzpapier wird Wert gelegt, damit die vielen Bilder schön anzusehen sind.

Die Texte kommen von den Kindern, sie beschreiben ihren Schulalltag. Leonie Brück, sie will mal Autorin werden, schrieb über den Sexualkundeunterricht und macht die Rätselseite. Laura Fahrenkamp berichtete über das Gesundheitsprojekt und über ein Experiment: Ob man im Handstand schlucken kann. Die Zehnjährige will mal Schauspielerin werden, in der Redaktion ist sie eifrig dabei. Elisa Schäfer steuerte einen Text über einen Schullandheimaufenthalt bei.



Alle Klassen sind mit Bildern im Heft, jeder Schüler findet sich wieder. „Was uns fehlt, ist eine Computerausstattung, die es erlaubt, Fotos auszuwählen oder Layout zu machen“, sagt die Schulleiterin. Sie macht die Druckvorbereitung zu Hause in ihrer Freizeit. Die Technik in der Schule gebe das nicht her. Die Schulcomputer seien nicht grafiktauglich. Die preisgekrönte Schülerzeitung erscheint trotzdem. Seit 1987 gibt es sie schon.