Hoffnung trotz sportlichem Abstieg

Hoffnung trotz sportlichem Abstieg

Der sieglose TV Holz erwartet an diesem Samstag die TG Bad Soden. Sportlich geht es um die goldene Ananas. Holz kann einen Nichtabstiegsplatz nicht mehr erreichen. Das Thema 2. Bundesliga ist aber noch nicht abgehakt.

Die Spielzeit in der 2. Volleyball-Bundesliga Süd der Frauen neigt sich dem Ende zu. Bereits ein Ende gefunden haben die Hoffnungen der Prowin Volleys des TV Holz auf den sportlichen Klassenverbleib. Fünf Spiele vor dem Ende der Saison ist Holz als einzige Mannschaft in der Liga ohne Sieg. Die Saarländerinnen stehen mit drei Punkten abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz. Der erste Nichtabstiegsplatz ist 17 Zähler entfernt - und damit für Holz nicht mehr erreichbar. Eine weitere Chance, zumindest den ersten Saisonsieg einzufahren, hat der TV Holz an diesem Samstag, wenn der Tabellenzehnte TG Bad Soden um 19.30 Uhr zu Gast in der Friedrich-Schiller-Schule in Heusweiler ist.

Der sportliche Abstieg ist also besiegelt. Trotz unzureichender Leistungen auf dem Spielfeld könnte der TV Holz aber auch in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga spielen. Denn im Zuge der Lizenzvergaben für die 1. und 2. Liga könnte der Verein sein Spielrecht für die Südstaffel der 2. Liga behalten. Es wird darauf ankommen, wie viele Mannschaften aus den 3. Ligen und ob Vereine aus der 2. Liga Süd in die Bundesliga aufsteigen werden. Und natürlich, wie viele Vereine aus der Bundesliga absteigen werden.

"Da gibt es viele Möglichkeiten, die Entscheidung fällt Anfang Mai", erklärt Frank Bleydorn, Pressesprecher der Volleyball-Bundesliga. Am 2. Mai läuft die Frist für den Lizenzantrag für die 2. Bundesliga Süd ab. Diejenigen Mannschaften aus den 3. Ligen, die eine Vorlizenz beantragt haben, müssen dann entscheiden, ob sie den Weg nach oben tatsächlich antreten wollen. Bisher haben drei Vereine ihr Interesse an einem Aufstieg in die 2. Bundesliga bekundet.

Die Frage, ob der TV Holz mit dem möglichen Klassenverbleib rechnet, beantwortet dessen Geschäftsführer Philipp Grau wie folgt: "Wie hoch die Chance auf den Ligaverbleib ist, lässt sich aktuell nicht sagen, dafür gibt es zu viele Variablen. Wir werden bis zur Frist der Lizenzantragsstellung unsere Hausaufgaben bezüglich Etat und Kader erledigen, damit wir gerüstet sind."

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