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Idyllisches Kleinod
Hier gibt’s Spaß und Erholung auf 14 Hektar

Hans Paulus (links) und Bürgermeister Thomas Redelberger zeigen den Kindern ein Babykaninchen im Naturpark Kallenborn.
Hans Paulus (links) und Bürgermeister Thomas Redelberger zeigen den Kindern ein Babykaninchen im Naturpark Kallenborn. FOTO: Fred Kiefer
Obersalbach. Der Naturpark Kallenborn in Obersalbach bietet Natur pur mit seltenen Tierarten und alten Bäumen. Von Fred Kiefer

Der frühere Bürgermeister von Obersalbach, Ferdinand Bossmann, hatte 1966 die Idee, im Waldgebiet Kallenborn einen Naturpark anzulegen. Nach einem langen Genehmigungsverfahren dauerte es bis 1972, ehe die Idee in die Tat umgesetzt werden konnte. Nachdem Ortsrats- und Gemeinderatsmitglieder des damals noch selbstständigen Ortes Obersalbach die ersten Wanderwege angelegt hatten, wurden der Weiher ausgehoben, ein Wildgehege sowie eine Fasanerie geschaffen. Vor der Inbetriebnahme des Naturparks mit Wildfreigehege im Sommer 1973 bauten Helfer des THW-Ortsverbands Heusweiler eine hölzerne Brücke über den tief in einer Schlucht fließenden Salbach.



Wenige Monate später, im Oktober 1973, wurde der Verein zur Förderung der Naherholung und des Naturschutzes Obersalbach gegründet. Zweck des Fördervereins war, mit der Schaffung, Pflege und dem Erhalt der Einrichtung die Naherholung zu fördern und damit zugleich der Entspannung und Gesundheit der Menschen zu dienen. Die Mitglieder hatten sich die Aufgabe gestellt, die bestehende Anlage zu pflegen, neue Anlagen zu schaffen und den Menschen Veranstaltungen zu bieten. 1981 entschied der Verein, einen Verkaufsstand einzurichten, woraus zwei Jahre später das „Haus Kallenborn“ entstand. Mit dem Verkauf von Speisen und Getränken wird seither Geld für den Erhalt und die Erweiterung des Naturparks eingenommen. Die Gemeinde Heusweiler als Eigentümer des Geländes und des Naturparks sichert mit Bauprojekten ebenfalls den Erhalt. So wurden unter anderem die Geräte des Spielplatzes erneuert, ein neuer Parkplatz angelegt, und es wurden nicht mehr standsichere Bäume gefällt.

Heute kümmert sich Hans Paulus als fester ehrenamtlicher Mitarbeiter gemeinsam mit von der Ausbildungs- und Beschäftigungsförderungsgesellschaft (ABG) vermittelten Arbeitskräften um die mehr als 60 Tiere des Wildparks sowie deren Gehege und Ställe. Für den Weiher mit seinen Fischen ist eine Extra-Weihergruppe zuständig, um die Wassertretanlage und das Kräuterbeet kümmert sich der Kneippverein Heusweiler. Die Idee, einen Archepark mit seltenen Tierrassen einzurichten, wurde bereits teilweise umgesetzt.

Wie der Umweltbeauftragte der Gemeinde Heusweiler, Peter Paulus, im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung verriet, sollen noch seltene Gänse- und Entenrassen angeschafft werden, so dass neben den Geißen, Kaninchen und Hühnern fünf vom Aussterben bedrohte Tierarten vorhanden sind. Diese Anzahl ist erforderlich, damit die Bezeichnung „Archepark“ anerkannt wird. Überdies können im Kallenborn auch Ziegen, Enten und Damwild bestaunt werden.

Der Heusweiler Bürgermeister Thomas Redelberger (CDU) schwärmt: „Der Naturpark Kallenborn ist ein idyllisches Kleinod. Mit Wildfreigehege, verschlungenen Wanderwegen, tollem Waldspielplatz, einer gemütlichen Einkehrmöglichkeit und Open-Air-Konzerten im Sommer gibt es hier vielfältige Möglichkeiten zur Erholung, Entspannung und jede Menge Spaß mit der ganzen Familie zu genießen. Wer einmal da war, kommt immer wieder.“

Die knorrige alte Hainbuche wächst in der Nähe der Wassertretanlage im Naturpark Kallenborn in Obersalbach.
Die knorrige alte Hainbuche wächst in der Nähe der Wassertretanlage im Naturpark Kallenborn in Obersalbach. FOTO: Fred Kiefer
David Vogel, Mitarbeiter des Naturparks Kallenborn, hat einen Hirschen mit einem Leckerbissen angelockt.
David Vogel, Mitarbeiter des Naturparks Kallenborn, hat einen Hirschen mit einem Leckerbissen angelockt. FOTO: Fred Kiefer