Heusweiler Wehr hatte arbeitsreiches Jahr

Heusweiler · 152 Einsätze, so viele wie selten zuvor, absolvierte die Heusweiler Feuerwehr bisher in diesem Jahr. Überwiegend ging es um technische Hilfeleistungen, glücklicherweise nur ein Mal um einen Großbrand. Die Zahl der Wehrleute ist etwas rückläufig.

 Beim Jahresbericht der Heusweiler Feuerwehr wurden viele Feuerwehrleute befördert und für ihr langjähriges Engagement geehrt. Foto: Rafael Mailänder/Feuerwehr

Beim Jahresbericht der Heusweiler Feuerwehr wurden viele Feuerwehrleute befördert und für ihr langjähriges Engagement geehrt. Foto: Rafael Mailänder/Feuerwehr

Foto: Rafael Mailänder/Feuerwehr

Der Jahresbericht des Wehrführers sowie Beförderungen, Ernennungen und Ehrungen standen im Mittelpunkt der Jahresabschlusssitzung der Heusweiler Feuerwehr im Rathausfestsaal. "Das zu Ende gehende Jahr war einsatztechnisch Gott sei Dank ohne nennenswerte Großereignisse", bilanzierte Bürgermeister Thomas Redelberger , der Dank und Anerkennung an alle Feuerwehrfrauen und -männer aussprach: "Sie alle sorgen dafür, dass wir eine hervorragend aufgestellte Wehr haben."

In seinem Ausblick auf 2017 ging Redelberger auch darauf ein, dass die Gemeinde in Hirtel und Kutzhof zwei neue Feuerwehrgerätehäuser baut, in Holz das Feuerwehrgerätehaus saniert und erweitert sowie für den Löschbezirk Eiweiler einen neuen Gerätewagen "Logistik" anschaffen wird. "In 2017 und 2018 werden ganz viele Dinge bei der Feuerwehr passieren, das macht mir richtig Freude", so Redelberger.

Für den Löschbezirk Berschweiler hatte er eine neue Nachricht mitgebracht: Der Gemeinderat hat in jüngster Sitzung beschlossen, "Haushalts-Restmittel" so umzubuchen, dass nicht der Löschbezirk, sondern die Gemeinde mittels besagter Steuereinnahmen die Materialkosten für den Anbau des Berschweiler Feuerwehrgerätehauses übernehmen wird - eine Summe von 12 000 Euro.

Gemeindewehrführer Christian Ziegler trug seinen Jahres-Abschlussbericht vor: Die Feuerwehr Heusweiler hat 261 Feuerwehrmänner und 13 Feuerwehrfrauen - 13 Feuerwehrleute weniger als im vorangegangenen Jahr. Der Rückgang sei dem demografischen Wandel und den Problemen, die es im Ehrenamt gibt, geschuldet. Im Landesvergleich sei die Heusweiler Wehr aber immer noch sehr gut aufgestellt. In der Jugendwehr engagieren sich 32 Buben und fünf Mädchen, der Alterswehr gehören 97 Männer an.

152 Einsätze hat die Heusweiler Feuerwehr in diesem Jahr bereits absolviert, das sind 15 mehr als im Vorjahr. Nur im Jahre 2010 gab es mehr Einsätze (163). Bei den meisten Einsätzen - rund 100 - war technische Hilfe zu leisten. 18 Mal mussten Kleinbrände, vier Mal Mittelbrände, vier Mal Fahrzeugbrände und einmal ein Großbrand gelöscht werden. 16 Mal rückte die Wehr aber auch bei Fehlalarmen aus.

Zu den weiteren Aktivitäten der Wehr gehören Übungen, Weiterbildungs- und Ausbildungsmaßnahmen sowie eine erstmals organisierte Weihnachtsbaum-Sammelaktion der Jugendwehr. "Das war eine sehr erfolgreiche Aktion, bei der rund 1000 Bäume eingesammelt wurden und sich die Jugendwehr mit viel Engagement ein bisschen Geld für ihre Kasse verdient hat", so Ziegler.

Der Gemeindewehrführer lobte besonders die gute Zusammenarbeit mit den Heusweiler Hilfsorganisationen und den benachbarten Wehren. Auch die Zusammenarbeit in der Wehrführung sei ausgezeichnet, so Christian Ziegler. Seine beiden Stellvertreter Dirk Ziegler (Eiweiler) und Stefan Meier (Holz ) seien ihm eine unersetzbare Hilfe. "Für mich war das Jahr eine enorme Herausforderung, die nur noch im Team zu bewältigen war. Und nur ein eingespieltes Team ist in der Lage so etwas zu leisten", betonte Christian Ziegler.

In seinem Ausblick auf 2017 sagte er: "Mit einem noch nie da gewesenen Investitionsvolumen unterstreichen die politischen Gremien der Gemeinde den hohen Stellenwert der Heusweiler Feuerwehr."

Der ausführliche Jahresbericht ist im Internet unter www.feuerwehr.heusweiler.de einsehbar.

In der Jahresabschlusssitzung der Heusweiler Feuerwehr wurden auch Ehrungen ausgesprochen und Beförderungen vollzogen:

Geehrt: 70 Jahre bei der Feuerwehr sind Egbert Otto und Berthold Zimmer (beide Eiweiler). 60 Jahre dabei sind Hans-Georg Raber (Heusweiler ), Leo Biesel und Erwin Christmann (beide Kutzhof). 50 Jahre aktiver Dienst: Robert Schröder (Kutzhof), Ludwig Feld, Winfried Fuchs (beide Numborn), Harald Lion (Wahlschied). 40 Jahre Dienst: Bernhard Müller (Kutzhof). 20 Jahre Dienst: Tobias Barth (Heusweiler ), Alexandro Perino (Eiweiler), Eric Bach (Berschweiler), Christian Forster (Holz ), Daniel Kessler, Sascha Rech-Jablonski, Andreas Pischke (alle Kutzhof), Michael Altmeyer und Roman Weber (beide Obersalbach).

Verleihungen: Feuerwehrehrenzeichen in Gold für 35-jährigen Dienst: Bruno Kunz (Eiweiler). Feuerwehrehrenzeichen in Bronze für 25-jährigen Dienst: Christian Ziegler, Mathias Schikofski (beide Heusweiler ), Peter Harz (Eiweiler), Martin Schneider-Weyland (Kutzhof), Volker Groß und Christian Altmeyer (beide Obersalbach).

Beförderungen: Yannick Rothenbusch (Berschweiler) wurde zum Feuerwehrmann befördert. Michael Groß (Hirtel), Daniel Kessler (Kutzhof) und Jürgen Weyland (Heusweiler ) wurden zu Oberbrandmeistern befördert.

Ernennungen: Rudolf Feld wurde zum stellvertretenden Gerätewart des Löschbezirks Hirtel ernannt. Werner Groß (Hirtel) wurde zum Ehrenlöschbezirksführer ernannt.