Heusweiler musikalisch

Bekannte Gesichter und neue Ensembles, die Klassik mal klassisch serviert, mal verschmolzen mit der Moderne und ungewöhnlicher Zusammensetzung der Instrumente: Die neue Heusweiler Abo-Reihe ist abwechslungsreich.

Neun Konzerte sind es, die 2015 im Rahmen der Abonnement-Reihe im Heusweiler Rathausfestsaal laufen. Das Spektrum reicht vom Kammerduo übers Klarinettentrio und "Vier mit Klavier " sowie einem Bläserquintett bis zur Verschmelzung von Klassik und Moderne, wenn sich ein klassisches Cello-Piano-Duo an Gershwin und die Beatles wagt. "Drei der Ensembles waren schon mal bei den Heusweiler Rathauskonzerten aufgetreten, sechs sind neu im Programm", berichtet Marion Vogt-Hürstel, die sich bei der Heusweiler Gemeindeverwaltung um die Programmgestaltung kümmert.

Sie achtet dabei auch auf die Abwechslung im Bereich Klassik und Kammermusik. Zudem soll mindestens ein Ensemble aus der Hochschule für Musik Saar auftreten. Auch aus dem "Künstlerkatalog - Bundesauswahl Konzerte junger Künstler" ist wieder eine Gruppe dabei - in diesem Jahr das "SonARTrio". Und da sich die Heusweiler Kammerkonzerte in der Musikszene herumgesprochen haben, gibt es mehrere Ensembles, die sich aus eigenem Antrieb um einen Auftritt beworben haben. "Und wir haben ja auch nur ein gewisses Budget, da muss man schon verhandeln", so Marion Vogt-Hürstel.

Alle Konzerte sind freitags und dauern von 20 bis etwa 22 Uhr, in der Mitte gibt's eine halbe Stunde Pause, um, vielleicht bei einem Glas Sekt, noch ein wenig zu plaudern.

Den Anfang macht am 23. Januar, insbesondere mit Werken von Robert Schumann , das "Tschechoslowakische Kammerduo", was sich zunächst seltsam anhört, da sich die Tschechoslowakei 1992 in Tschechien und Slowakei aufteilte. Des Rätsels Lösung liegt in den Musikern: Pianistin Zuzana Bereová ist Slovakin, Violinist Pavel Burdych ist Tscheche, gemeinsam feierten sie schon international Erfolge.

Am 27. Februar ist das "Klarinettentrio Schmuck" zu Gast. Das Kammer-Trio bietet Klassik und Jazz in seltener Kombination aus Klarinette, Bassetthorn und Bassklarinette.

Am 27. März steht der Klavierabend mit Professor Marco Tezza auf dem Programm, der schon Auftritte auf allen Kontinenten absolvierte.

Drei junge Männer mit ungewöhnlicher instrumentaler Besetzung kommen dann am 24. April mit dem "SonARTrio" auf die Bühne: Simon Kluth (Violine), Benedikt Brodbeck (Violoncello) und Marek Mannes (Bajan - eine osteuropäische Akkordeon-Art) konzentrieren sich auf die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts.

Im Bläserquintett LJO-Brass, das am 29. Mai zu Gast ist, haben sich fünf ehemalige Solo-Blechbläser des Landesjugendorchesters Rheinland-Pfalz zusammengefunden - die Ensemble-Mitglieder sind zwischen 20 und 23 Jahre jung und haben schon Preise abgeräumt.

"Vier mit Klavier " präsentieren am 25. September Highlights aus Oper, Operette, Film und Musical; für den Gesang sind Tenor Stefan Lex und Sopranistin Christiane Linke zuständig, mit im Boot sind zudem die ungarische Violinistin Zsuzsa Debre mit Czardasklängen und die preisgekrönte Pianistin Sigrid Althoff.

Besonders freut sich Marion Vogt-Hürstel auf das "The Modern Cello-Piano Duo" am 23. Oktober, weil sie auf die Kombination von Klassik und Moderne gespannt ist. Denn Daniel Sorour und Clemens Kröger haben klassische Stücke etwa von Beethoven, aber auch neuere Musik von den Beatles neu arrangiert. Im Vorfeld der Weihnachtszeit tritt am 11. Dezember das Trio "Sweet Bird" mit einem Klassik-Programm auf.

145 Zuhörer passen in den Rathaussaal, etwa 30 "Stammgäste", sprich Abonnenten gibt es jedes Jahr, die Abos sind auch auf andere Personen übertragbar. Zudem gibt es Einzelkarten und auch Gutscheine.

Die Einzelkarte kostet 10 Euro, ermäßigt 8 Euro, das Abo 70 Euro. Infos bei Marion Vogt-Hürstel, Tel. (0 68 06) 91 11 17, E-Mail: marion.vogt-huerstel@heusweiler.de.