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Wetterfrosch sagt Schwitzen voraus: Gluthitze heizt dem Köllertal auch nächste Woche ein

Wetterfrosch sagt Schwitzen voraus : Gluthitze heizt dem Köllertal auch nächste Woche ein

Ein Ende der Hitzewelle ist nicht in Sicht. Am Wochenende sinken die Temperaturen etwas, nächste Woche drehen sie wieder auf.

Zum Juli-Ausklang dreht der Hochsommer voll auf. Hoch Helmut heizt uns derzeit mächtig ein. Wir erleben jetzt die heißesten Tage des Jahres, wobei die Hundstage uns eine länger anhaltende Hitzewelle bescheren, die sich bis in den August hinein halten soll, so dass auch in der gesamten nächsten Woche Temperaturen von weit über 30 Grad zu erwarten sind – mediterrane Verhältnisse im Köllertal bei schweißtreibender Hitze und großer Trockenheit.

Nur kurzzeitig fließt am Wochenende mit der Passage eines Gewittertiefs etwas erträglichere Luft ein und verschafft ein wenig Linderung von der Gluthitze. Jedoch steht danach wieder rasch ein neues Hoch bereit, und so werden der Monatsausklang und der Start in den August wieder hochsommerlich heiß mit Temperaturen von 30 bis 35 Grad. Durch die Aufheizung der Luft bringen auch die Nächte kaum noch richtige Abkühlung, denn bei Tiefstwerten von 21 bis 18 Grad gibt es örtlich Tropennächte. Ein Ende der extremen Hitzewelle und eine grundlegende Änderung der Großwetterlage sind nicht in Sicht.

Wetterfrosch sagt Schwitzen voraus: Gluthitze heizt dem Köllertal auch nächste Woche ein
Foto: SZ/Robby Lorenz

Damit hat diese Hitzewelle das Potenzial, historische Dimensionen wie im legendären August 2003 zu erreichen. Ausschlaggebend für die stabile Hochsommer-Witterung sind zwei quasistationäre Druckgebilde – einerseits ein umfangreicher Höhentrog über dem Nordatlantik nahe Island, andererseits ein kräftiges Hoch über Nordeuropa, an dessen Südflanke der Zustrom von heißer Luft aus Südosten anhält. Den vorläufigen Höhepunkt der Gluthitze erleben wir heute, wenn bei sonnigem, meist sogar wolkenlosem Himmel heiße Subtropikluft aus Nordafrika für Höchstwerte um 35 Grad sorgt. Die totale Mondfinsternis am späten Abend wird bei klarem Himmel gut sichtbar sein. Morgen entwickelt sich eine Tiefdruckrinne über Westeuropa, die mit Passage der Kaltfront von Tief Juli rasch über Deutschland ostwärts schwenkt und die große Hitze vorübergehend verdrängt. Somit ziehen nach freundlichem Beginn bereits vormittags dichte Wolken auf, die Schauer und Gewitter bringen können. Die Temperaturen gehen auf Werte um 28 Grad zurück, es wird aber recht schwül. Am Sonntag steigt rückseitig der Gewitterstörung der Luftdruck von Westen rasch wieder an, es bildet sich eine Hochdruckbrücke, die von den Azoren über Mitteleuropa nach Skandinavien reicht. Die neue Hochzelle Johannes wandert von der Nordsee nach Finnland und beschert eine Fortsetzung der Hitzewelle.

Am Sonntag und Montag ist es sonnig bis leicht bewölkt. Die Temperaturen steigen sonntags bis 30, montags bis 32 Grad an. Am Dienstag und Mittwoch schleicht sich vorderseitig einer Tiefdruckrinne über Frankreich erneut feucht-labile Luft ein, so dass es teils sonnig, teils bewölkt bei leichter Gewitterneigung ist. Die Höchstwerte liegen zwischen 32 und 35 Grad. Die zweite Wochenhälfte verspricht wieder störungsfreien, sonnigen Hochsommer bei unveränderter Hitze um 33 Grad.