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Gemeinderat sieht Gefahr für Fußgänger
Weitere Ampel in Heusweiler Ortsdurchfahrt?

 Auch Raser seien die Ursache, warum sich der Heusweiler Gemeinderat noch eine Ampel auf der Bundesstraße zwischen Eiweiler und Heusweiler wünscht.
Auch Raser seien die Ursache, warum sich der Heusweiler Gemeinderat noch eine Ampel auf der Bundesstraße zwischen Eiweiler und Heusweiler wünscht. FOTO: dpa / Oliver Berg
Heusweiler. „Gefahrenstelle“ – Heusweiler Gemeinderat will Ampelanlage auf der B 268 am Ortseingang Hirtel. Verkehrsbehörden entscheiden. Von Fredy Dittgen

Auf Antrag der SPD-Fraktion fordert der Heusweiler Gemeinderat einstimmig eine weitere Ampel an der Bundesstraße 268 zwischen Heusweiler und dem Ortsteil Eiweiler, und zwar am Ortseingang nach Hirtel in Höhe des Gasthauses Wendelsepp, dort wo heute eine so genannte Fußgängerquerung existiert.


Dort sei es in dieser Jahreszeit extrem dunkel, sagte SPD-Fraktionssprecher Stefan Schmidt. Und weil viel zu schnell gefahren werde, seien Dunkelheit plus Raserei eine sehr hohe Gefahr. „Vor allem für die Schulkinder aus Hirtel, Heusweiler und Eiweiler, die an dieser Querung auf den Kirschhof zur Saarbahnhaltestelle gehen wollen“, so Stefan Schmidt. Er erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass nach Fertigstellung der neuen Feuerwehrhauptwache in Hirtel die Verkehrsregelung in diesem Bereich ohnehin geändert werden müsse, um die Ein- und Ausfahrt der Einsatzfahrzeuge sicherzustellen. Dazu soll die Installation einer Pförtnerampel an der B 268 geprüft werden – wobei in diesem Zusammenhang eine Ampel gemeint ist, die den Feuerwehrfahrzeugen ein ungehindertes Ausrücken ermöglicht.

Deshalb soll sich die Gemeindeverwaltung mit der Straßenverkehrsbehörde und dem Regionalverband in Verbindung setzen und alles dafür tun, „dass auf die B 268 entweder ein richtiger Zebrastreifen oder noch besser eine Ampelanlage hinkommt, um dort ein gefahrenloses Überqueren der stark befahrenen Straße zu ermöglichen“, sagte Stefan Schmidt. Zusätzlich wird die Installation von LED-Straßenlampen gefordert. „Und zwar von Hirtel bis zum Kirschhof an der Autobahnabfahrt entlang. Dort ist es nämlich im Winter rabenschwarz“, so Stefan Schmidt.



Der Gemeinderat unterstützte die SPD-Forderungen geschlossen. Ulrich Krebs (FDP) meinte: „Der Antrag ist sinnvoll und wichtig.“ Manfred Schmidt (CDU) sagte: „Das ist wirklich eine Gefahrenstelle.“ Bürgermeister Thomas Redelberger (CDU) war der gleichen Meinung: „Dort die Straße zu überqueren ist wirklich lebensgefährlich.“ Hans-Kurt Hill (Linke) verwies darauf, dass auf der B 268 in Höhe Hirtel zwar Tempo 50 gelte, „aber daran halten sich die wenigsten. Dort wird richtig gerast. Deshalb ist eine Ampel dringend erforderlich, zumal der Kurvenbereich hinter dem Wendelsepp von Hirtel aus schlecht einsehbar ist.“

Falls der Regionalverband und die Straßenverkehrsbehörde die Forderung der Gemeinde ablehnen würden, dann solle Bürgermeister Redelberger die Behörden darauf hinweisen, dass es bei Baumaßnahmen problemlos möglich sei, kurzfristig zwei Ampeln aufzustellen, so Hill. „Und dann sollte das auch bei einer solchen Gefahrenstelle problemlos möglich sein.“

Auch Rüdiger Flöhl (NÖL) befürchtete, dass die zuständigen Behörden wieder alle möglichen Ablehnungsgründe vorbringen werden. „Es müssen dort wahrscheinlich erst drei Kinder tot gefahren werden, bevor man eine Ampel kriegt“, unkte Flöhl.