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Grünes Licht für Baumaßnahme in Heusweiler
68 Kubikmeter? – „Da lacht der Köllerbach drüber“

Heusweiler. Die Würth-Filiale kommt. NÖL übt Kritik wegen Versiegelung und Wasserabfluss; SPD nennt Prognose „Panikmache“. Von Fredy Dittgen

(dg) Eine Würth-Filiale mit kleinem Bistro soll in der Trierer Straße 89 bis 91 kommen (am ehemaligen Buswendeplatz – die SZ berichtete). Der Gemeinderat hatte dem Bebauungsplan im Dezember zugestimmt, Einwände hat es bei der nachfolgenden öffentlichen Auslegung nicht gegeben, sagte Bürgermeister Thomas Redelberger (CDU) in der jüngsten Ratssitzung. Der Rat gab fast einstimmig grünes Licht für den Fortgang der Baumaßnahme. Jörg Schwindling (CDU) erinnerte daran, dass die Pläne am Anfang von einigen kritisch gesehen worden seien, doch Heusweiler sei „ein guter Standort für diesen Gewerbebetrieb“. Stefan Schmidt (SPD) sagte: „Wir können jetzt einen neuen Gewerbestandort auf einer Fläche entwickeln, die sich bisher sehr unschön darstellt.“ Noch drastischer formulierte Hans-Kurt Hill (Linke) den Zustand des Ex-Buswendeplatzes: „Das war ein Dreckecken.“ Nur Rüdiger Flöhl (NÖL) legte sein Veto ein und kritisierte, dass Bäume gefällt wurden, obwohl der Gemeinderat für deren Erhalt plädiert hatte. Außerdem würde durch die Versiegelung einer 1300 Quadratmeter großen, ehemaligen Grünfläche mehr Regenwasser in den Köllerbach fließen. Flöhl rechnete vor, dass es bei Starkregen bis zu 68 Kubikmeter sein werden. Reiner Zimmer (SPD) nannte diese Prognose Panikmache: „Ich finde es unmöglich, den Leuten zu erklären, die Welt geht unter wegen einem Pflasterstein“, so Zimmer. Hinsichtlich der prognostizierten 68 Kubikmeter sagte Zimmer: „Das sind ein paar Tropfen. Da lacht der Köllerbach drüber.“