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Pläne der Gemeinde
„Ökologisch sinnvolle“ Idee für den Salbach

Heusweiler. Die Gemeinde Heusweiler möchte ein mehr als 1,6 Kilometer langes Teilstück des Salbachs renaturieren lassen. Von Fredy Dittgen

Der Salbach entspringt im Obersalbacher Naturpark Kallenborn und fließt durch Ober- und Niedersalbach bis nach Walpershofen. Vor Jahrzehnten wurde der Bach begradigt und außerhalb seines Tiefpunktes neu verlegt. Die jetzt angedachte Renaturierungsmaßnahme könnte an der Unterquerung der A 8 – kurz vor der Ortsgrenze Obersalbach – beginnen und würde in Walpershofen am Mündungsbereich in den Köllerbach enden. Auf diesem Teilstück könnten Gewässerschlingen angelegt, die Bachsohle verbreitert und an den Uferrandstreifen ortstypische Gehölze angepflanzt werden.


Alles im Konjunktiv, wie Peter Paulus von der Gemeindeverwaltung betont, denn es ist tatsächlich erst eine Idee. Beraten und zustimmen müssen die gemeindlichen Gremien wie der Ortsrat Niedersalbach, der Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde sowie letztendlich der Gemeinderat. Aber Paulus nennt die Idee „ökologisch sinnvoll“. Denn die Gewässerstrecke würde mehr geöffnet werden, bei Starkregen wären Hochwasser besser beherrschbar und auch Walpershofen würde profitieren, weil der Köllerbach nicht mehr so schnell ansteigt.

Zudem könnte am Niedersalbacher Bürgerhaus eine städtebauliche Aufwertung stattfinden. „Das von uns im vergangenen Jahr erstellte Spielplatzkonzept sieht vor, den Spielplatz am Bürgerhaus aufzuwerten und in einen Wasser- oder Matschspielplatz umzubauen“, sagt Paulus. Mit der Renaturierung des Salbachs wäre es also möglich, am Niedersalbacher Bürgerhaus eine Aufenthalts- und Spielfläche zu entwickeln, ähnlich wie in der Dorfmitte am Bach in Walpershofen.



Sollten die Gremien der Idee zustimmen, wird die Gemeinde eine Planung erstellen, die mit Zuschüssen in Höhe von 80 Prozent der Gesamtkosten rechnen darf. Wie hoch die Gesamtsumme sein wird, kann Paulus zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Nach der Zustimmung der kommunalen Gremien wird die Gemeinde die Zuschüsse beantragen und ein Planungsbüro mit der Realisierung beauftragen. Die Ausführung soll über das Ökopunktesystem erfolgen. Ökopunkte sind eine „Währung“, mit der sich Umweltsünden begleichen lassen. Somit wäre es also möglich, Baumfällungen am ehemaligen Heusweiler Schwimmbadgelände durch Neuanpflanzungen am Salbach „auszugleichen“.

 Der Salbach hinter der Straße „In der Klink“.
Der Salbach hinter der Straße „In der Klink“. FOTO: Fredy Dittgen