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Gelungen: Eiweiler hat einen neuen Spielplatz

Kopfunter: Melina Frerichs beim Klettern auf dem neuen Spielplatz.
Kopfunter: Melina Frerichs beim Klettern auf dem neuen Spielplatz. FOTO: Becker & Bredel
Eiweiler. Viele Spenden auf Initiative des Ortsvorstehers sorgten dafür, dass die Anlage noch größer als ursprünglich geplant ausfiel. Fredy Dittgen

"Toller Spielplatz!" - "Der ist ja wunderschön geworden!" - "Da möchte man selbst gern wieder Kind sein." - Das waren nur ein paar der vielen begeisterten Kommentare zum neu angelegten Eiweiler Kinderspielplatz an der Großwaldhalle. Am Samstag wurde er unter großer Beteiligung der Öffentlichkeit eröffnet, wobei die "Einweihung" nicht vom Weihwasserbecken, sondern aus dem Zapfhahn kam.

Der Spielplatz kann es locker mit den attraktiven neuen Plätzen in den Nachbarkommunen Walpershofen oder Holz aufnehmen. Und man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass er bald nicht nur von Eiweiler Kindern bevölkert sein wird.

Der unter Schatten spendenden Bäumen angelegte Platz hat jetzt viele neue Spielgeräte: Da gibt es eine große Nestschaukel, ganz klassisch einen Sandkasten, eine Kletterwand, ein Drehkarussell, eine Rutsche, Schaukel, Wippe und ein im Boden eingelassenes Trampolin. Ganz besonders reizt die Kleinen auch ein Kletterwall mit Tunnel. Dazu gibt es "Federtiere" (auf Stahlfedern montierte Kunststoff-Tiere, auf denen sich reiten und schaukeln lässt) und gemütliche Sitzgelegenheiten.

Großen Verdienst an diesem neuen Spielplatz hat Ortsvorsteher Richard Wachall (CDU). Als er im Frühjahr 2015 erfuhr, dass die Gemeinde ein Spielplatzkonzept aufgelegt hat, in welchem geplant war, die Spielplätze in allen Ortsteilen zu sanieren, marschierte Wachall ins Rathaus und schlug der Verwaltung vor, den Spielplatz an der Großwaldhalle "etwas großzügiger" zu sanieren. Dafür war Wachall bereit, Gelder privater Sponsoren zu akquirieren. Die Verwaltung unterstützte die Pläne, und Wachall startete im Juli 2015 eine Spendenaktion. "Was ich da erlebt habe, übertraf meine kühnsten Erwartungen", sagte Wachall jetzt. Insgesamt spendeten Privatleute, Firmen, Verbände und Vereine 12 200 Euro.

Man kann nicht alle Spender namentlich nennen, deshalb nur ein grober Überblick: 3000 Euro kamen von der Eiweiler Jagdgenossenschaft, 2000 Euro spendete die Vereinsgemeinschaft Eiweiler aus dem Erlös ihres Weihnachtsmarktes, 1000 Euro erwirtschaftete der Musikverein "In Treue fest" bei einem Benefizkonzert. Die FDP steuerte 543 Euro bei, 361 Euro davon wurden bei einer ungewöhnlichen Aktion eingenommen: Alexander Heinz trommelte 15 Männer und Frauen zusammen, die in Saarbrücken Blut spendeten und die dafür erhaltende finanzielle Entschädigung in die Spielplatz-Spendenbox taten. Jeweils 500 Euro spendeten die Firmen Laminatepark, Klaas Direktvertrieb, Großwaldbrauerei, zudem das Schnapsheisje, die CDU und der Chor Intervall. Auch der Ortsrat spendete 500 Euro - der Gewinn durch den dritten Platz beim Dorfwettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". Zudem gingen viele weitere Spenden zwischen 100 und 500 Euro ein.

"Durch dieses Spendengeld konnten wir zu der ursprünglichen Planung der Gemeinde weitere Spielgeräte hinzukaufen. Herausgekommen ist ein attraktiver und schöner Spielplatz", freute sich Wachall bei der Eröffnung. Und er kündigte an: "Ich will noch nicht zu viel verraten, aber wir befinden uns in Gesprächen, dass der Spielplatz sogar noch erweitert wird."

„Aktiv eröffnet“ wurde am Samstag der neue Spielplatz an der Eiweiler Großwaldhalle, der, dank vieler Spenden, größer als ursprünglich geplant wurde. Hier testen die Freundinnen Amelie Ebermann (rechts) und Melina Frerichs ein Klettergerüst.
„Aktiv eröffnet“ wurde am Samstag der neue Spielplatz an der Eiweiler Großwaldhalle, der, dank vieler Spenden, größer als ursprünglich geplant wurde. Hier testen die Freundinnen Amelie Ebermann (rechts) und Melina Frerichs ein Klettergerüst. FOTO: Becker & Bredel
Was wäre ein Spielplatz ohne Rutsche? Die Geschwister Amelie, Nele (vorne) und Tim Ebermann haben ihren Spaß. Foto: Becker & Bredel
Was wäre ein Spielplatz ohne Rutsche? Die Geschwister Amelie, Nele (vorne) und Tim Ebermann haben ihren Spaß. Foto: Becker & Bredel FOTO: Becker & Bredel
Let him swing: Danilo Di Natali gibt Bürgermeister Thomas Redelberger einen Schubs. Foto: Becker & Bredel
Let him swing: Danilo Di Natali gibt Bürgermeister Thomas Redelberger einen Schubs. Foto: Becker & Bredel FOTO: Becker & Bredel
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