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Nach dem Starkregen
Gehen Unwetter-Opfer aus Holz leer aus?

Das Unwetter am 11. Juni sorgte für etliche Schäden in Heusweiler Ortsteilen, wie hier in Eiweiler. In Heusweiler-Holz gibt es nun die Befürchtung, dass Betroffene bei finanziellen Hilfen leer ausgehen.
Das Unwetter am 11. Juni sorgte für etliche Schäden in Heusweiler Ortsteilen, wie hier in Eiweiler. In Heusweiler-Holz gibt es nun die Befürchtung, dass Betroffene bei finanziellen Hilfen leer ausgehen. FOTO: BeckerBredel
Heusweiler. Auch in Holz gab es durch das Unwetter am 11. Juni Schäden an und in Häusern. Doch die Geschädigten können nach derzeitigem Stand nicht auf finanzielle Hilfe hoffen. Das machte Holger Pörtner (SPD) am Donnerstagabend im Heusweiler Gemeinderat deutlich. Von Fredy Dittgen

„In Holz gibt es mindestens zwölf Menschen, die durch den Starkregen geschädigt wurden. Die Zahl liegt wahrscheinlich deutlich höher. Einige haben sich bereits an den Regionalverband gewandt. Doch dort wurde ihnen mitgeteilt, eine Entschädigung für Holzer Bürger sei nicht möglich, weil Holz nicht in der ‚Liste der Hilfeempfänger’ aufgeführt ist“, so Pörtner.


In dieser Liste seien nur die Ortsteile Heusweiler und Eiweiler genannt. Deshalb, forderte Pörtner, müsse die Gemeinde dafür sorgen, dass auch andere Ortsteile in dieser Liste aufgenommen werden.

Bürgermeister Thomas Redelberger (CDU) empfahl den Holzer Betroffenen, trotzdem einen Entschädigungsantrag zu stellen. Die Formulierung in der Liste sei etwas unglücklich, so der Bürgermeister. Denn während die Verwaltung davon ausging, dass dem zuständigen Ministerium die gesamte Gemeinde Heusweiler gemeldet wurde, gehe man im Ministerium davon aus, dass nur die Ortsteile Heusweiler und Eiweiler vom Starkregen betroffen waren, erklärte Redelberger. „Wenn ich aber Heusweiler zugrunde lege, gehört Holz dazu. Insofern würde ich als Betroffener den Antrag stellen.“



Außerdem könne sich die Gemeinde nur für Betroffene einsetzen, wenn diese ihre Anträge schon gestellt haben. „Würden wir es jetzt tun“, so Redelberger, „kriegen wir ein ‚Nein’, da bin ich mir relativ sicher.“