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Gegen die letzten Zweifel

Anna-Lena Lesch (bei der Annahme) hat sich ihren Platz im Team erarbeitet. Am Samstag wird sie jedoch wegen einer Knochenabsplitterung im Handgelenk fehlen. Foto: Dittgen
Anna-Lena Lesch (bei der Annahme) hat sich ihren Platz im Team erarbeitet. Am Samstag wird sie jedoch wegen einer Knochenabsplitterung im Handgelenk fehlen. Foto: Dittgen FOTO: Dittgen
Holz. Mit einem Erfolg im Heimspiel gegen den VV Grimma wollen die Volleyballerinnen des TV Holz die Restzweifel am Verbleib in der 2. Liga beseitigen. Libero Anna-Lena Lesch wird dabei aber verletzt fehlen. Fredy Dittgen

Rechnerisch haben die Prowin Volleys TV Holz den Klassenverbleib in der 2. Volleyball-Bundesliga der Frauen noch nicht geschafft - dazu bräuchten sie aus den verbleibenden fünf Spielen noch acht Punkte. Doch als Tabellensiebter, mit einem satten Punktepolster vor den beiden Abstiegsrängen, dürfte der Ligaverbleib nicht ernsthaft gefährdet sein. Um alle Restzweifel zu beseitigen, will Holz die ersten der acht benötigten Zähler an diesem Samstag, 19.30 Uhr, in der Heusweiler Realschulhalle gegen den Tabellenfünften VV Grimma einfahren.

"Ich will mich nicht auf einen Tipp festlegen, aber es wird ein ganz enges Spiel mit knappem Ausgang", prophezeit der Holzer Libero Anna-Lena Lesch. Sie selbst hat darauf keinen direkten Einfluss: "Ich habe mir am Montag im Training eine Knochenabsplitterung am rechten Handgelenk zugezogen. Für mich ist die Saison zu Ende." Die 18-jährige angehende Abiturientin aus Wehrden spielt ihre zweite Saison beim TV Holz . Sie hat beim TV Völklingen mit Volleyball angefangen, spielte danach für den TV Differten und den VC Warndt, wo sie auch ein Zweitspielrecht beim Regionalligisten TBS Saarbrücken besaß. "Aber ich hatte dort kaum Einsätze, war eher zum Lernen da", sagt sie.

Ex-Trainer Bernd Zewe erkannte ihr Talent und holte sie in der vergangenen Saison nach Holz , wo sie in der 3. Liga auf Grund einer Knieverletzung aber nicht allzu oft spielen konnte. Das änderte sich jetzt in der 2. Liga. Hier zählt Lesch zur Stammformation, teilt sich den Liberopart aber mit Michelle Grandinetti. "Mit meinen Leistungen bisher bin ich zufrieden, obwohl ich mir natürlich noch viel mehr Einsätze wünschen würde", sagt sie.

Zufrieden ist sie auch mit der Leistung des TV Holz : "Es hat doch kein Mensch erwartet, dass es für uns als Aufsteiger so gut läuft." Drei Heimspiele hat Holz noch: gegen Grimma sowie gegen den VC Offenburg und die TG Bad Soden, die beide hinter Holz stehen. Dazu Lesch: "Theoretisch könnten wir noch absteigen, doch da glauben wir nicht mehr dran. Nach den beiden Siegen am vergangenen Wochenende im Osten hat sich die Situation deutlich entspannt, und wir haben jetzt viel weniger Druck. Zu Hause sind wir mit unserem Publikum im Rücken stark, da sollten wir die notwendigen Punkte holen." Doch wie sie schon angedeutet hat: Gegen Grimma wird es schwer. "Grimma ist eine Wundertüte. Gegen Mannschaften, die an der Spitze stehen, gewinnen sie, gegen Mannschaften am Tabellenende verlieren sie", sagt Lesch.

Und sie fügt an, dass Grimma noch eine Rechnung mit Holz offen hat: Grimma war mit sechs Siegen in Serie in die Saison gestartet, stand mit Tabellenführer Nawaro Straubing als einzige noch unbesiegte Mannschaft an der Spitze. Dann kam Aufsteiger Holz nach Grimma - und gewann dort glatt mit 3:0. Danach taumelte Grimma durch die Liga, verlor in sechs Spielen fünf Mal, erholte sich wieder und kommt jetzt mit einer Serie von drei Siegen hintereinander nach Holz . "Wenn wir Druck mit unseren Angaben machen und in der Annahme stabil stehen, dann ist am Samstag alles drin, auch ein Sieg", sagt Anna-Lena Lesch.