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Explosion in Hirtel : Gaskartuschen in Wohnung explodiert

Explosion in Hirtel : Gaskartuschen in Wohnung explodiert

Großeinsatz: Drei junge Männer wurden am Samstag in Hirtel durch eine unbeabsichtigte Gasexplosion schwer verletzt.

Drei Männer im Alter zwischen 25 und 26 Jahren wurden am späten Samstagnachmittag bei einer Gasexplosion im Heusweiler Ortsteil Hirtel schwer verletzt, schweben aber nicht in Lebensgefahr, berichtet das Lagezentrum der Polizei. Die Explosion ereignete sich gegen 17.40 Uhr in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses in der Hirteler Straße und war so heftig, dass in der betroffenen Wohnung auch Türen aus ihren Verankerungen gerissen wurden. Nach bisherigem Stand der Ermittlungen sind eine oder mehrere Campinggas-Kartuschen (Propangas) explodiert. „Unsachgemäßer Umgang“ mit den Kartuschen könnte die Ursache gewesen sein, doch die Ermittlungen dauern noch an, zumal die Verletzten noch nicht befragt werden konnten. Klar scheint aber zu sein, dass die Explosion nicht absichtlich herbeigeführt wurde.

Zwei der Verletzten wurden mit dem Hubschrauber in eine Spezialklinik für Verbrennungen nach Ludwigshafen geflogen, der dritte Mann kam in ein saarländisches Krankenhaus. Der Sachschaden insbesondere in der Wohnung liegt bei etwa 25 000 Euro, so die vorläufige Schätzung der Polizei. Am Gebäude selbst entstand kein massiver Schaden, so dass es weiterhin bewohnbar bleibt. Im Einsatz waren die Löschbezirke Heusweiler, Eiweiler und Hirtel, ebenso der Rettungshubschrauber Christoph 16 mit Notarzt und auch – in nachbarschaftlicher Hilfe – ein Rettungshubschrauber der Air Rescue aus Luxemburg mit Notarzt und Sanitäter, zudem DRK-Helfer mit vier Fahrzeugen und acht Beamte der Polizeiinspektionen Köllertal, Saarbrücken-Burbach, Lebach und Völklingen.

 Vor der Fensteröffnung – das zerstörte Fenster liegt auf dem Boden – hat die Feuerwehr ein grßes Gebläse auf einem Gerüst aufgestellt, um den Rauch aus der Wohnung zu treiben.
Vor der Fensteröffnung – das zerstörte Fenster liegt auf dem Boden – hat die Feuerwehr ein grßes Gebläse auf einem Gerüst aufgestellt, um den Rauch aus der Wohnung zu treiben. Foto: BeckerBredel
 Ein Verletzter wird vorsichtig in den Hubschrauber verladen.
Ein Verletzter wird vorsichtig in den Hubschrauber verladen. Foto: BeckerBredel

Auch für die Wehr war es ein großer Einsatz: Vor Ort waren etwa 45 Feuerwehrleute mit elf Fahrzeugen, Landesbrandinspekteur Timo Meyer, Kreisbrandinspekteur Tony Bender sowie der Heusweiler Wehrführer und Einsatzleiter Christian Ziegler und dessen Stellvertreter Dirk Ziegler. Feuerwehrleute waren es auch, die die Schwerverletzten aus der Wohnung holten  und den Notärzten übergaben. Zudem wurden vorsichtshalber und vorübergehend die 13 anderen zur Zeit der Explosion anwesenden Hausbewohner evakuiert.