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Park-Probleme in der Friedrichstraße: Friedrichsstraße: Parken bleibt problematisch

Park-Probleme in der Friedrichstraße : Friedrichsstraße: Parken bleibt problematisch

Die vom Ortsrat angeregten Anwohner-Parkausweise sind vom Tisch, doch hinter dem Medizin-Zentrum fehlt ein Parkplatz.

Vor rund zehn Jahren wurde die Arztpraxis Biehl in der Heusweiler Friedrichsstraße erweitert und in ein medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) umgebaut. Seitdem hat der Verkehr in dieser Straße enorm zugenommen. Folge: es gibt zu wenige Parkplätze, und die Anwohner klagen immer wieder über zugeparkte Einfahrten und andere Behinderungen. In einer der vorangegangenen Ortsratssitzungen wurde die Gemeindeverwaltung deshalb gefragt, ob man den Anwohnern der Friedrichsstraße Anwohner-Parkausweise ausstellen könne, um damit das Parken ortsfremder Fahrzeuge einzudämmen.

In der jüngsten Ortsratssitzung las Ortsvorsteher Helmut Maas (CDU) die Antwort der Verwaltung vor. Da die Friedrichsstraße als verkehrsberuhigter Bereich („Spielstraße“) ausgewiesen ist, sei das Parken außerhalb der gekennzeichneten Flächen ohnehin verboten (außer beim Ein- oder Aussteigen und beim Be- oder Entladen eines Fahrzeuges), schreibt die Verwaltung.

Beim Umbau der Friedrichsstraße in einen verkehrsberuhigten Bereich Anfang der 1980er-Jahre seien 16 gekennzeichnete Parkflächen angelegt worden. Heute ergebe sich jedoch ein gänzlich anderes Bild. So seien, nach Auskunft der Kfz-Zulassungsstelle Saarbrücken, jetzt in dieser Straße 59 Autos, elf Anhänger und fünf Motorräder gemeldet. Das heißt: würde die Verwaltung Anwohner-Parkausweise ausstellen, dürften Besucher der Friedrichsstraße sowie Patienten des MVZ nicht mehr in dieser Straße parken.

Auch für die Anwohner hätte das Folgen: Wenn zum Beispiel ein Bewohner im ersten Haus der Straße feststellt, dass alle Parkflächen – bis auf eine ganz am Ende der Straße – belegt sind, müsste er sein Auto auf dieser freien Parkfläche abstellen und den weiten Weg zu seinem Haus zu Fuß zurück legen.

Personenbezogene Anwohner-Parkausweise scheiden auch deshalb auf jeden Fall aus, da dann die Anzahl der Parkflächen ausreichend groß sein und auch gekennzeichnet werden müssten. Das wäre zu viel Aufwand und zu teuer. Zudem bestehe das Problem fehlenden Parkraums nicht nur in der Friedrichsstraße, sagt die Verwaltung, sondern in fast allen anderen Straßen und Ortsteilen. Und die Verwaltung betont in ihrem Schreiben: „In keiner Straße, egal ob Bundes-, Land- oder Gemeindestraße, hat der Anwohner einen Anspruch auf einen Parkplatz vor seiner Wohnung.“ Und: „Alle motorisierten Bewohner, die nicht über eine Garage oder einen geeigneten Stellplatz verfügen, sind verpflichtet ihre Fahrzeuge auf einem Parkplatz abzustellen, dessen Nutzung 24 Stunden am Tag möglich ist.“

Ein weiteres Problem: Würde die Verwaltung den Leuten in der Friedrichsstraße Anwohnerparkausweise ausstellen, dann hätten auch alle anderen Anwohner der Gemeinde Heusweiler das Recht, für ihre Straße Anwohner-Parkausweise einzufordern. „Als Ergebnis kann festgestellt werden, dass die Einführung von Anwohner-Parkausweisen in der Friedrichsstraße nicht in Betracht kommt und nicht realisierbar ist“, schreibt die Verwaltung.

Steffen Sauer (SPD) wies aber im Zusammenhang mit dem Parkplatz-Mangel auf einen anderen interessanten Punkt hin: Beim Umbau des MVZ sei vertraglich vereinbart worden, dass die Familie Biehl Parkplätze hinter dem MVZ anlegt. Diese Vereinbarung sei jedoch bis heute nicht umgesetzt worden. Deshalb will sich der Ortsrat nun in seiner nächsten Sitzung noch einmal mit diesem Thema beschäftigen und erwartet dann von der Verwaltung auch Auskünfte darüber, warum die Parkplätze noch nicht gebaut worden sind und wie die Verwaltung dafür sorgen wolle, dass sich die Familie Biehl an die vertraglichen Vereinbarungen hält.