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Pläne in Eiweiler
Friedhof soll zum Park werden

Eiweiler
Eiweiler FOTO: Fred Kiefer
Eiweiler. Landesamt für Soziales gibt grünes Licht für Vorhaben in Eiweiler.

Der alte Eiweiler Friedhof soll entwidmet und in einen Park „mit Gedenkstättencharakter“ umgewandelt werden. Das schlägt die Heusweiler Gemeindeverwaltung vor. Der Eiweiler Ortsrat stimmte der Idee einstimmig zu. Bauausschuss und Gemeinderat müssen ebenfalls noch ja sagen. Die letzte Beisetzung war 1986, die Ruhefristen sind 2011 ausgelaufen. Die Gemeinde hatte deshalb beim zuständigen Landesamt für Soziales nachgefragt, ob eine Entwidmung möglich sei. Ortsvorsteher Richard Wachall (CDU) teile in der Ortsratssitzung die Antwort mit: „Das Ministerium war vor Ort und hat uns jetzt schriftlich mitgeteilt, dass nach einer Prüfung keine Bedenken gegen das Vorhaben bestehen.“


Allerdings weise das Landesamt darauf hin, dass sich auf dem alten Friedhof zwei anerkannte Kriegsgräber befinden, die von der Gemeinde auf Dauer erhalten und gepflegt werden müssen, fügte Wachall hinzu. Ebenso wie die fünf Gräber von Opfern des Luisenthaler Grubenunglücks aus dem Jahre 1962 und die Familiengruft der ortsbekannten Fabrikantenfamilie Geissler, deren Pflege und Unterhaltung auf Wunsch des Ortsrates ebenfalls von der Gemeinde übernommen werden soll. „Das Ministerium betont, dass bei den Umgestaltungsarbeiten in eine Parkanlage keinerlei Veränderungen an diesen Gräbern vorgenommen werden dürfen“, sagte Wachall. Der Ortsvorsteher ist froh, dass die Gemeinde etwas auf diesem alten Friedhof tun will: „Wenn man sich die Anlage heute anschaut, muss man feststellen: es wird höchste Zeit, dass dort was passiert.“

Bei einer Umwandlung in einen Park sollen die terrassenmäßig angelegten Grabreihen mit Mutterboden so angeglichen werden, dass eine ebene Fläche entsteht, die leichter zu pflegen wäre. Gräber, auf denen eindeutig erkennbar ist, dass seit Jahren keine Pflege mehr erfolgte, sollen eingeebnet werden.



Erhalten bleiben unter anderem ein Steinkreuz mit Korpus gegenüber des Einganges sowie eine Steinfigur, die ein unbekannter Künstler vor Jahren auf einem gemauerten Sockel erstellt hatte. „Wenn alles gemacht ist, haben wir eine ansehnliche Gedenkstätte“, glaubt Ortsvorsteher Wachall.

(dg)