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Freiwillige im Raum Heusweiler helfen Alten und Kranken

Corona-Krise : Freiwillige helfen Alten und Kranken

In Heusweiler hat sich eine Bürgerhilfe gegründet, die in der Corona-Krise Menschen helfen will, die das Haus nicht mehr verlassen dürfen oder wollen. Sabine Mang, Krankenschwester aus dem Heusweiler Ortsteil Holz, hatte am Freitag die Idee dazu.

„Als ich hörte, dass Risikogruppen zu Hause bleiben sollen, habe ich mich gefragt: Was machen Menschen, die niemanden haben, der für sie einkauft oder ihnen Medizin bringt?“, sagte sie der SZ.

Spontan gründete Sabine Mang eine Facebookgruppe, in der sie daauf aufmerksam machte. Daraufhin entwickelte sich eine Dynamik, die es mit der Ausbreitung des Coronavirus aufnehmen kann. „Schnell sagten drei Leute ihre Mitarbeit zu“, erzählt Sabine Mang. Darunter Tanja Schmermer, Gruppenleiterin beim DRK Holz, die bereits am Freitagmittag ihre Unterstützung zusagte. Und am Freitagabend stieß Sarah Schmidt, Bereitschaftsleiterin beim DRK Heusweiler, hinzu. Am Samstag bestand die Bürgerhilfe bereits aus 60 Männern, Frauen und Jugendlichen.   „Ältere und kranke Menschen, Immungeschwächte oder Personen, die gerade eine Operation hinter sich haben, können uns anrufen“, erklärt Sabine Mang. Die freiwilligen Helfer werden Schutzkleidung tragen, an der Haustür Abstand zu den Personen halten, Körperkontakte vermeiden. Die Besorgungen werden von der Bürgerhilfe unentgeltlich erledigt, betont Tanja Schmermer.

Die Gruppe um Sabine Mang will die Menschen in den Ortsteilen Holz, Wahlschied, Kutzhof, Lummerschied und Numborn versorgen. Die Gruppe um Sarah Schmidt kümmert sich um die Menschen aus Heusweiler, Eiweiler sowie Nieder- und Obersalbach. Wer Hilfe benötigt soll sich „zu tagesüblichen Zeiten“, also zwischen 9 und 17 Uhr, an Sabine Mang, Telefon (0163) 85 22 95 58 oder Tanja Schmermer, Telefon (06806) 86 93 75 wenden. Diese beiden koordinieren alle Einsätze. Wer sich der Bürgerhilfe anschließen will, kann sich ebenfalls an Mang oder Schmermer wenden. ‚‘Wir suchen weitere Personen, die mithelfen wollen``, unterstreicht Sabine Mang. Zudem gibt es eine Nachbarschaftshilfsgruppe Saarland, Telefon (0160) 90 57 92 93 oder E-Mail an info@nh-saarland.de.

Marco Haß aus Karlsbrunn schreibt: „Auch wir schließen uns der Nachbarschaftshilfe an. Für alle, die in dieser Zeit auf Fremdhilfe angewiesen sind z.B ältere erkrankte, natürlich auch unsere Stammkunden aus Karlsbrunn, St. Nikolaus und Dorf im Warndt. Sie können sich gerne bei uns unter der Rufnummer (0176) 41 56 19 65 melden. Wir gehen für Sie das Nötigste einkaufen.“   Die Jusos in Sitterswald bieten einen Einkaufservice, Abholung von Medikamenten und sonstige Erledigungen an. Kontakt: Fabian Soller, Tel. (0 68 05) 601 00 23.

Sowohl freiwillige Helferinnen und Helfer, die sich in einer „Helferliste“ aufnehmen lassen möchten, als auch Menschen aus Rilchingen-Hanweiler, die die Unterstützung benötigen, können sich telefonisch bei der Ortsvorsteherin Erika Heit (0177) 34 30 106) oder per E-Mail bei Maximilian Roth (einkaufshilfe-hanweiler@web.de) melden.