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Ungewöhnlicher Einsatz
Feuerwehrleute kochen für Bedürftige

Zum zweiten Mal nach 2017 statteten Feuerwehrleute aus Kutzhof und Numborn dem Kältebus in Saarbrücken einen Besuch ab und kochten für die bedürftigen Menschen. Unser Bild zeigt von links: Karin Brück, Thorsten Saar, Daniel Bauer, Patrick Deutsch, Matthias Raber, Sascha Jablinsky und Jörg Lauer.
Zum zweiten Mal nach 2017 statteten Feuerwehrleute aus Kutzhof und Numborn dem Kältebus in Saarbrücken einen Besuch ab und kochten für die bedürftigen Menschen. Unser Bild zeigt von links: Karin Brück, Thorsten Saar, Daniel Bauer, Patrick Deutsch, Matthias Raber, Sascha Jablinsky und Jörg Lauer. FOTO: Andreas Engel
Saarbrücken/Heusweiler. Helfer aus Kutzhof und Numborn statten Kältebus am Saarbrücker Römerkastell einen Arbeitsbesuch ab. Von Andreas Engel

„Ich finde wahnsinnig toll, dass sich die Feuerwehrleute so ins Zeug legen“, sagte Frank R., einer der Besucher des Kältebusses in Saarbrücken. „Es gibt nicht allzu viele Menschen, die sich wirklich für uns interessieren“, fügt der 44 Jahre alte wohnungslose Mann hinzu. Zum zweiten Mal rückten am Freitag ein Dutzend Feuerwehrmänner und -Frauen aus den Löschbezirken Kutzhof und Numborn zum Kältebus nach Saarbrücken aus, um dort für die Gäste zu kochen.


Die Idee, im Kältebus Saarbrücken zu helfen, gehe auf den Feuerwehrmann Stefan Schimke zurück, erklärt der Kutzhofer Löschbezirksführer Jörg Lauer. Schimke arbeitet als Schornsteinfeger in Saarbrücken und ist schon einige Zeit Mitglied im Verein Hilfe für obdachlose Menschen im Winter, auf dessen Initiative das Kältebus-Angebot zurückgeht. „Unsere Feuerwehrleute brauchte ich nicht lange zu überreden“, sagte Lauer, „die machen das sehr gerne.“

Von 8 Uhr bis etwa Mitternacht dauerte der eher ungewöhnliche Einsatz der Wehrleute. In dieser Zeit brieten sie 100 von der Holzer Metzgerei Welde gespendete Würstchen, boten knackige Pommes Frites an und schenkten Kaffee aus. „Das hat mir richtig Spaß gemacht“, sagte Sascha Jablonski, der auch schon im vergangenen Jahr dabei war. Die Idee zum Kältebus hatte Phil Sahner, der Vorsitzende des Vereins Hilfe für obdachlose Menschen im Winter. Sahner übernahm vor vier Jahren die Idee mit dem Kältebus aus Berlin und passte das Projekt an Saarbrücker Bedürfnisse an.



Während der Kältebus in anderen Städten die ganze Nacht unterwegs ist, wird das Gefährt in Saarbrücken stationär eingesetzt. Von 21 Uhr am Abend bis 6 Uhr am Morgen hat der Kältebus geöffnet. Mitglieder des Vereins sind in mehreren Schichten jede Nacht vor Ort und betreuen die Menschen. Viele Unternehmen und Privatpersonen unterstützen den Kältebus mit Sachspenden und Geld. Das Grundstück hat die Stadt Saarbrücken kostenlos zur Verfügung gestellt.