FDP Heusweiler für Kindergarten aus Containern

Betreuungsplätze fehlen : FDP für Kindergarten aus Containern

In der Gemeinde Heusweiler fehlen Betreuungsplätze. Liberale schlagen Übergangslösung in Eiweiler vor.

Ende Oktober hat der Riegelsberger Gemeinderat mit knapper Mehrheit von 17 zu 15 Stimmen den Bau eines Kindergartens auf dem Gisorsplatz beschlossen. Hintergrund: In Riegelsberg fehlen Kitaplätze. Um die Lücken zu schließen, suchten Rat und Verwaltung lange nach Lösungen. Jetzt ist das geschätzt vier Millionen Euro teure Projekt auf den Weg gebracht, begleitet von Bürgerprotesten.

In der Gemeinde Heusweiler stellt sich die Situation ähnlich dramatisch wie in der Nachbarkommune dar. Das betonten Ulrich Krebs und Pascal Kopp aus der FDP-Fraktion im Gemeinderat Heusweiler in einem Redaktionsgespräch bei der Saarbrücker Zeitung. „Bei den Betreuungsplätzen herrscht ein deutlicher Mangel“, sagte Krebs. Und Kopp fügte hinzu: „In der Gemeinde Heusweiler stehen bis zu 150 Namen auf der Warteliste für einen Kitaplatz.“ Immer wieder komme es vor, dass Eltern von dieser Liste gestrichen oder nicht mehr neu aufgenommen werden.

Die beiden Liberalen sprachen von einem „angenehmen Problem“, denn eigentlich sei es ja schön, dass Heusweiler und seine Ortsteile bei jungen Familien so begehrt seien. Aber eine Kommune, die weiter beliebt sein möchte, müsse eben auch genügend Betreuungsplätze anbieten. Aktuelle Zahlen aus dem Heusweiler Rathaus besagen, dass es in der Gemeinde 641 Betreuungsplätze gibt, verteilt auf drei konfessionelle und vier kommunale Kindertageseinrichtungen. Nicht eingerechnet in die Zahl 641 seien Plätze bei Tagesmüttern.

Für Krebs und Kopp steht fest, dass weitere Krippen- und Kitagruppen geschaffen werden müssen. Deshalb habe die FDP-Fraktion einen Antrag bei der Gemeindeverwaltung eingereicht. Darin schlagen die Freien Demokraten als Übergangslösung eine Kita auf Containerbasis vor. Als Standort bringen sie das Außengelände der Grundschule Eiweiler ins Gespräch.

Dort ist es nach FDP-Auffassung möglich, innerhalb von sechs bis zwölf Monaten einen funktionstüchtigen Kindergarten aus Containern einzurichten. Für eine Krippengruppe und drei Kitagruppen, mit der Gemeinde Heusweiler als Träger. Wie viele Container dafür nötig sind und wie viel das kostet, konnten Krebs und Kopp im Gespräch mit der SZ nicht sagen.

Natürlich gebe es auch Pläne, in der Gemeinde Kindergärten zu erweitern oder neu zu bauen. Aber die würden frühestens in drei bis fünf Jahren greifen, meinte Krebs. Vielleicht würden auch bis zu sieben Jahre ins Land gehen. Heusweiler könne es sicht jedoch nicht erlauben, Eltern so lange warten zu lassen. Für sie müsse schnellstmöglich etwas getan werden. Deshalb der FDP-Vorstoß mit einer Kita auf Containerbasis.

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