| 00:00 Uhr

Ein Stück von großer Dynamik und geistiger Tiefe

Eiweiler. Unterstützt vom Collegium Cantorum Saar gab die Chorgemeinschaft Heusweiler/Eiweiler ein geistliches Konzert. In der Pfarrkirche Eiweiler gab es sanfte und auch laute Töne zu hören. Andreas Lang

Mit getragenen Melodien, sanften Tönen und meist geistlichen Texten unterhielt die Chorgemeinschaft Heusweiler /Eiweiler am Sonntagabend ihr Publikum in der gut besuchten Pfarrkirche Eiweiler . Was aber nicht heißt, dass die Sänger, die Chordirektor Wolfgang Maria Hoffmann dirigiert, nicht auch energisch und laut singen können. So gaben sie im Franz-Schubert-Titel "Gott meine Zuversicht" allerhand Dynamik in ihrem Vortrag.

Diese Fähigkeit war auch beim Titel "Landerkennung" von Edvard Grieg gefragt, den die Chorgemeinschaft in den Mittelpunkt ihres Konzertes gerückt hatte. Es ist ein Stück von großer Dynamik und auch geistiger Tiefe und schildert die Geschichte von Olaf Trygvason (964-1000), der in Norwegen das Christentum einführte und der das Land schon als Kind verlassen musste. Erst im 31. Lebensjahr kehrte er aus England in sein Land zurück. Die Stimmung dieser Fahrt gibt das musikalische Werk wieder. Der Komponist und Pianist Edvard Grieg, geboren 1843 im norwegischen Bergen, gehörte zweifellos zu den großen Musikern des 19. Jahrhunderts. "Auf dem Weg zu neuer Musik gehört sein Stück zu den Lieblingsgesängen der Männer-Chorgemeinschaft", sagte Walter Gothieu von der Chorgemeinschaft in seiner Einführung. Außerdem legte er dem Publikum "Ich bete an die Macht der Liebe" ans Herz: "Dazu hat unser Chordirektor den Satz geschrieben." Sehr traurig klang der Zyklus von Robert Karl "Trauer und Trost".

Das Collegium Cantorum Saar , das ebenfalls Chordirektor Hoffmann leitet, unterstützte die Chorgemeinschaft beim Konzert.

Während die Chorgemeinschaft einen reinen Männerchor stellt, handelt es sich beim Collegium um einen gemischten Chor. Der genau so stimmgewaltig wie der Männerchor das Kirchenschiff mit seinem dynamischen Gesang erfüllte.

Nachdem sich die Chöre zunächst stets abgewechselt hatten, sangen sie zum Finale zusammen: "Da Pacem" und "Tollite Hostias". So ließ sich auch der abschließende und minutenlange Applaus gemeinsam genießen.