Ein Lichtblick nach 40 Jahren

Seit 1976 hat sich die Kommunalpolitik damit befasst, gab es Unterschriftensammlungen und Petitionen, weil man sich an der schmalen Landstraße 265 zwischen Berschweiler und Kutzhof aus Sicherheitsgründen einen Fuß- und Radweg wünschte. Nun gibt es neue Pläne.

Ein Dauerthema steht im Mittelpunkt, wenn der Heusweiler Ortsrat am Mittwoch, 2. November, 18 Uhr, im kleinen Sitzungssaal des Rathauses zusammentritt: Es geht um den "Fuß- und Radweg zwischen Berschweiler und Kutzhof" - und es scheint sich tatsächlich etwas zu tun, denn der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) will seine Vorplanungen für einen Weg vorstellen.

Schon seit 40 Jahren kämpfen Bürger der beiden Heusweiler Ortsteile um eine Verbreiterung der Landstraße 265, durch die beiden Orte miteinander verbunden sind. Auf der engen und kurvenreichen Straße sind 70 Stundenkilometer erlaubt. Manche fahren schneller. Aber auch wenn man sich an die Höchstgeschwindigkeit hält, kommt es zu gefährlichen Situationen, wenn sich zwei Fahrzeuge begegnen oder wenn Autofahrer Radfahrern oder Fußgängern ausweichen. Daher fordern der Kutzhofer und der Heusweiler Ortsrat schon seit 1976 immer wieder, dass ein Fuß- und Radweg neben der Straße angelegt werden soll, es gab auch Petitionen und Unterschriftenaktionen.

Zuständig für Planung und Ausbau ist der LfS. Der Schriftverkehr zwischen Gemeinde und LfS, Parteien und Initiativen füllt mittlerweile mehrere Reihen von Aktenordnern. Immer wieder gab es Versprechungen - passiert ist bisher nichts.

2011 dann hatte LfS-Sprecher Klaus Kosok erklärt, Verkehrszählungen zwischen Berschweiler und Kutzhof hätten ergeben, dass vor allem der Lkw-Verkehr stark zurückgegangen sei (die SZ berichtete). Als Folge, so Kosok damals, könne die Straße schmaler und somit preisgünstiger ausgebaut werden. Die Ausbaukosten schätzte der LfS auf 800 000 bis eine Million Euro. Auch kündigte der LfS 2011 an, dass die Pläne zum Neubau der L 265 überarbeitet würden. Ein richtiger Radweg sei nicht vorgesehen, allerdings ein befestigter Randstreifen, vergleichbar der Verbindung zwischen Kutzhof und Lummerschied. Vor 2013 sei mit dem Umbau aber nicht zu rechnen, hieß es damals. Jetzt ist das Jahr 2016 fast zu Ende, und man darf gespannt sein, welche Pläne am Mittwoch im Ortsrat vorgestellt werden.

Es gibt weitere Themen im Ortsrat. So spricht man über die Verwendung des von der übergeordneten Heusweiler Verwaltung zur Verfügung gestellten Ortsratsbudgets und die sich daraus ergebenden Zuschüsse für die örtlichen Vereine.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt geht es um den Bau der neuen Feuerwehrhauptwache in Hirtel und verschiedene inzwischen vorliegende Stellungnahmen zum Bebauungsplan. Außerdem wollen die Anwohner der Grubenstraße in der Ortsratssitzung ein Anliegen vortragen. Vor Eintritt in die Tagesordnung können Bürger Fragen stellen.

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