Ehrung für kulturelles Schaffen

Seit mehr als 60 Jahren reist der in Heusweiler lebende Günter Georgi durch die Welt und durch seine Heimat, um das Leben der Menschen und Ereignisse zu fotografieren. Am Montag erhielt der vor 85 Jahren in der Lausitz geborene Georgi aus der Hand von Professor Dr. Hartmut Wagner, stellvertretender Abteilungsleiter im Kultusministerium, die so genannte Kleine Verdienstmedaille.

Diese Auszeichnung wird an Menschen verliehen, die sich ehrenamtlich in der "Amateurkultur" engagieren, wie es im Fachjargon heißt. Georgi habe in einzigartiger Weise zeitgeschichtliche Ereignisse mit seiner Fotokamera dokumentiert und somit zur Aufklärung beigetragen, sagte Wagner bei der Verleihung im Kultusministerium in Saarbrücken.

In unserer Region ist Georgi durch seine "humorvollen" Fotos bekannt geworden. Unzählige Ausstellungen im ganzen Land und weit darüber hinaus legen Zeugnis von seinem ganz speziellen fotografischen Blick ab. In insgesamt mehr als 220 Ausstellungen hat Georgi seine Fotos gezeigt. Für die Fülle an Ausstellungen wurde er sogar ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen. Seine 100. Ausstellung fand in Peking statt. 1994 eröffnete keine geringere als die heutige Bundeskanzlerin seine Bonner Ausstellung über seine Heimat, die Lausitz. Zurzeit dreht die Studentin Viktoria Wirbel einen Film über Georgis Autogrammbuch. Sein nächstes Projekt werde im kommenden Jahr eine Ausstellung all seiner Siegerfotos bei Wettbewerben sein, erklärt der nimmermüde Fotograf.