Drei Spielplätze sollen Baugrundstücke werden

Drei Spielplätze sollen Baugrundstücke werden

Einige Heusweiler Spielplätze werden saniert oder erhalten neue Geräte. Andere sollen – mangels Kindern und wegen des Haushaltsdefizits – aufgegeben werden. Die Heusweiler Gemeindeverwaltung legte ihr Spielplatzkonzept vor.

Seit Sommer 2015 sind viele Spielplätze in der Gemeinde Heusweiler geschlossen beziehungsweise einzelne Geräte gesperrt. Die Verwaltung hatte erklärt, sie lasse ein Spielplatzkonzept erstellen und defekte Geräte austauschen oder reparieren (die SZ berichtete). Jetzt liegt das Konzept vor und wird in den Ortsräten beraten. So als erstes in Niedersalbach und in Eiweiler (siehe unten). Aus dem Gutachten geht hervor, dass neben zahlreichen kleineren Instandsetzungsarbeiten sieben Spielgeräte wegen ihres schlechten baulichen Zustandes auszutauschen sind.

Bereits vergeben wurde der Auftrag, ein neues Klettergerüst mit Rutsche sowie eine Wippe für den Wahlschieder Spielplatz In der Neuwies anzuschaffen. Für den Niedersalbacher Spielplatz am Bürgerhaus wurde ebenfalls bereits ein Auftrag für ein Klettergerüst mit Rutsche vergeben. Die alten Spielgeräte werden in den nächsten Wochen demontiert und durch die neuen ersetzt. Insgesamt sollen Spielgeräte im Werte von 25 000 Euro neu beschafft werden.

Für das Instandsetzen der defekten Spielgeräte sind 28 950 Euro veranschlagt. Aufgrund der demografischen Entwicklung und dem damit verbundenen Rückgang der Kinderzahlen, der geringeren Auslastung der Spielplätze sowie der finanziellen Situation der Gemeinde sei es nicht mehr notwendig und nicht mehr zu leisten, alle Spielplätze zu erhalten, sagt die Verwaltung. Deshalb wird vorgeschlagen, die Spielplätze am Dorfkrug in Lummerschied, in der Geranienstraße in Niedersalbach sowie in den Niedersalbacher Allwiesen aufzugeben und in Baugrundstücke umzuwandeln. Die noch brauchbaren Spielgeräte sollen auf anderen Spielplätzen aufgestellt werden.

In Eiweiler soll kein Spielplatz geschlossen werden. Stattdessen ist vorgesehen, den Spielturm an der Großwaldhalle auszutauschen. "Eine Instandsetzung ist unwirtschaftlich", sagte Ortsvorsteher Richard Wachall (CDU ). Reparaturen sind zudem auf den Spielplätzen im Langgewann, Am Weiher und auf dem Kirchhof vorgesehen. Insgesamt werden 14 700 Euro in Eiweiler investiert.

Der Ortsrat stimmte dem Konzept geschlossen zu, versah den Beschluss aber mit einem Zusatz: Die in Eiweiler gesammelten Spendengelder zur Neugestaltung des Spielplatzes an der Großwaldhalle (die SZ berichtete) sollen nicht angetastet werden. Stattdessen erwartet der Eiweiler Ortsrat einen Zuschuss aus Heusweiler , wo durch Spendenaktionen rund 10 000 Euro zur Neugestaltung aller gemeindlichen Spielplätze zusammengekommen waren. Der Niedersalbacher Ortsrat ist mit dem Verwaltungsvorschlag nicht einverstanden. "Ich habe mir die Spielplätze angesehen und mit den Anwohnern über die Auslastung gesprochen. Der Spielplatz in den Allwiesen wird stärker genutzt, als wir vermutet haben", sagte Ortsvorsteher Bruno Lesch (CDU ). Deshalb stimmte der Ortsrat nur der Schließung des Spielplatzes in der Geranienstraße zu. "Der Spielplatz am Bürgerhaus ist nur 400 Meter von der Geranienstraße entfernt. Es ist vertretbar, dass die Spielplatzbenutzer aus der Geranienstraße ans Bürgerhaus kommen", so Lesch.

Außerdem fordert der Ortsrat die Verwaltung auf, den Spiel- und Bolzplatz an der Walpershofer Straße aufzuwerten. An diesem Platz fänden viele Veranstaltungen statt, zum Beispiel durch den Boule-Club, und deshalb sollten die Fußballtore auf dem Bolzplatz erneuert und neue Spielgeräte aufgestellt werden, fand Herbert Mailänder (SPD ). Und wenn der Spielplatz in der Geranienstraße geschlossen ist, könnte man die dort stehende Schaukel auf dem Spielplatz an der Walpershofer Straße installieren, regte Désirée Becker von der CDU-Fraktion an.

Der Spielplatz Allwiesen jedoch solle unbedingt erhalten werden, fordert der Rat. Dazu Bruno Lesch: "Wir dürfen die Allwiesen nicht abkoppeln. Das ist viel zu weit weg von den anderen Spielplätzen."

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