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Weihnachtsmarkt Heusweiler
Der Markt im Weihnachts-Lichterglanz

Heusweiler. Gut gelaunt trafen sich viele Besucher besonders am Samstagabend auf dem Heusweiler Weihnachtsmarkt.

Ortsvorsteher Helmut Maas strahlte am Samstag bei der 40. Auflage des Heusweiler Weihnachtsmarktes mit der Sonne um die Wette: „Das Wetter passt!“ Und als am Sonntag auch noch Schnee hinzukam, war Maas absolut zufrieden: „Der Besuch an beiden Tagen war prima, ich glaube, die Arbeit des Aktionsbündnisses Weihnachtsmarkt hat sich gelohnt.“ Das Aktionsbündnis ist ein Zusammenschluss von 16 Vereinen, Gewerbetreibenden und Organisationen. Es hatte Gestecke, Spielzeug, Geschenkartikel, Gebäck, Speisen und Getränke im Angebot. „Ich hab’ alle gefragt, alle waren zufrieden“, bilanzierte Helmut Maas am Sonntagabend.



Wobei der Samstag- und der Sonntagmittag nicht so ideal zu sein schienen, denn von 12 bis 15 Uhr war die Besucherzahl auf dem Heusweiler Weihnachtsmarkt doch sehr überschaubar. Besonders viel los war dagegen am Samstagabend bis spät in die Nacht. Und schöne Stände gab es allzumal. Ins Auge fiel etwa der Stand von Gabriele Röckl aus Saarbrücken, die ihr Angebot gezielt auf die Jubiläumsausgabe des Weihnachtsmarktes ausgerichtet hatte: An den selbst gefertigten Geschenkartikeln prangte fast überall die Zahl 40. „Alles ist handgefertigt und in stundenlanger Arbeit selbst entworfen“, erzählte Gabriele Röckl, die seit zehn Jahren nach Heusweiler kommt. „Weil es mir hier so gut gefällt“, sagte sie.

Erstmals dabei war der Heusweiler Verein Osteomyelitishilfe. Sein Vorsitzender Willi Groß betonte: „Wir wollen uns hier vorstellen, über die Krankheit und unsere Hilfe für die Kinder in Ruanda informieren und einen höheren Bekanntheitsgrad erreichen. Wenn dann noch ein paar Euro in die Spendendose wandern, sind wir glücklich.“

Viel los war nachmittags bei der Heusweiler Karnevalsgesellschaft (HKG), wo die hausgemachten Kartoffelpuffer der Renner waren. „Nach Omas Rezept gekocht“, sagte Iris Walter-Happe, und Oma Heidrun Werner stand selbst an der Pfanne und bereitete hunderte schmackhafter Grumbierkiechelcher zu. Die HKG punktete mit einer weiteren Aktion: „Wir verkaufen Luftballons für einen Euro. Die drei Ballons, die am weitesten fliegen, bekommen Preise“, so Axel Walter. Den Erlös der Luftballonaktion spendet die HKG an die Frühchenstation auf dem Saarbrücker Winterberg.

Richtig Betrieb war auch beim CDU-Gemeindeverband: „Bei uns gibt’s echten Winzer-Glühwein, direkt vom Erzeuger“, berichtete Volker Leinenbach. Und Jörg Schwindling ergänzte: „Das ist ein reiner Rotwein, kein zusammengebrautes Zeug. Der geht weg wie warme Semmeln, sogar flaschenweise.“

Das bestätigte auch Weihnachtsmarktbesucher Tilmann Kundler: „Ich geh’ mir gerade noch einen holen, da kriegt man kein Koppweh davon.“ Im Rahmenprogramm veranstalteten der evangelische Bläserkreis und der Schulchor der Friedrich-Schiller-Schule Kirchenkonzerte (Bericht folgt). Der Schulchor sowie ein Shanty-Chor gaben zudem auch Konzerte auf dem Marktplatz – der Schulchor während einiger Strophen lautstark unterstützt von Ortsvorsteher Maas. Und die Märchenerzählerinnen der katholischen Bücherei schlugen die Kinder in ihren Bann. Am gefragtesten war allerdings St. Nikolaus, der 300 Weihnachtstüten an die Kleinen verteilte. „Die haben mich fast überrannt“, sagte schmunzelnd der heilige Mann, der eine unfassbare Ähnlichkeit mit Werner Briese, dem Prinzenfahrer der HKG, aufwies.

(dg)