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Der letzte Punkt

Holz. An einen Abstieg glaubt zwar keiner mehr, aber dennoch fehlt den Volleyballerinnen des TV Holz rechnerisch ein Punkt, um den Klassenverbleib in der 2. Liga zu sichern. Der Zähler soll im Heimspiel gegen den VC Offenburg geholt werden. Fredy Dittgen

Im vorletzten Heimspiel dieser Saison empfangen die Prowin Volleys TV Holz an diesem Samstag um 19.30 Uhr in der Heusweiler Realschulhalle den Viertletzten VC Offenburg . Theoretisch könnten die Holzer Volleyballerinnen noch aus der 2. Liga absteigen, rechnerisch fehlt nur ein Punkt zum Klassenverbleib. Doch an einen Abstieg glaubt keiner mehr. Im Gegenteil: Holz will seinen siebten Tabellenplatz halten.

TV-Trainerin Doris Wandel sagt: "Wir haben noch zwei Heimspiele. Gegen Offenburg und gegen die TG Bad Soden, die beide hinter uns stehen, sowie zum Saisonabschluss ein Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten Sonthofen. Wir wollen gegen Offenburg und Bad Soden auf jeden Fall gewinnen, damit wären schon mal vier Mannschaften hinter uns. Das wäre für einen Aufsteiger ein super Saisonerfolg, das hätte uns vor der Saison kein Mensch zugetraut."

Gegen Offenburg will Holz aus einem zweiten Grund den Sieg: "Wir haben gegen die noch eine Rechnung offen", sagt Wandel und denkt dabei an die Vorrunde: Offenburg war mit sieben Niederlagen in die Saison gestartet, lag punktlos auf dem letzten Platz. Seine ersten beiden Zähler holte Offenburg gegen VCO Dresden, dann folgte eine 0:3-Heimniederlage gegen Bad Soden. Und dann kam Holz und wurde mit 3:0 aus der Halle gefegt. Eine Niederlage, die Wandel bis heute ärgert: "Wir standen damals völlig neben uns, kamen mit Offenburg überhaupt nicht klar, unser Block war gar nicht präsent."

Offenbach hatte sich damals gerade mit der deutschen A-Nationalspielerin Svenja Engelhardt verstärkt, die dem TV Holz im Verbund mit der Amerikanerin Jeane Mae Horton die Bälle um die Ohren schlug. "Wir haben das, was wir damals taktisch falsch machten, jetzt intensiv besprochen und trainiert. Noch mal wird uns Offenburg nicht überraschen", sagt Wandel.

Der TV Holz hat aber auch vor einer Woche, beim 0:3 beim SWE Volley-Team in Erfurt , eine schwache Leistung abgeliefert, während er acht Tage zuvor einen grandiosen 3:1-Sieg gegen die Spitzenmannschaft VV Grimma feierte. Warum diese Schwankungen? "Gegen Grimma waren wir ganz locker, wir wussten, die waren zu knacken. Das hatten wir schon im Hinspiel gezeigt. Erfurt aber liegt uns nicht. Gegen die haben wir in der Vorrunde auch 0:3 verloren", erklärt Wandel. Außerdem fehlten in Erfurt vier Spielerinnen. Mit Mittelblockerin Jessica Krick und Außenangreiferin Lotte Schröck sind gegen Offenburg aber wenigstens zwei wieder dabei. "Lotte hat beruflich bedingt vier Wochen gefehlt. Dass sie jetzt wieder da ist, ist eine Verstärkung, vor allem in der Annahme ist Lotte enorm wichtig", sagt Wandel. Möglicherweise kann auch die in Erfurt erkrankt fehlende Alica Zimmer wieder spielen.